Saisonerfolge kann der Kleintierzuchtverein Gestungshausen verbuchen. Sonnefelds Dritter Bürgermeister Friedrich Übelhack (CSU) fand anerkennende Worte dafür. Zwei deutsche, drei bayerische und ein Kreismeistertitel wurden durch den Hessen-Meistertitel ergänzt, den Horst Roth im hessischen Nassau für Deutsche Modeneser Schietti gelb als einziger Aussteller in den Landkreis Coburg holte.
In die Glückwünsche des Kommunalpolitikers mischten sich Sorgen um den Fortbestand des Kleintierzuchtvereins (KTZV) Gestungshausen, der im kommenden Jahr auf sein 125-jähriges Bestehen blicken kann. Zuchtwart, Ringwart und Ausstellungsleiter Siegfried Hübner blickte auf die Stallpflicht zurück, die während der grassierenden Vogelgrippe verordnet worden war. Er kritisierte, dass die nicht bundeseinheitliche Ausstellungsbeschränkung im benachbarten Thüringen viel früher als in Bayern aufgehoben worden sei. Ehrenvorsitzender Siegfried Köhn sah als Auswirkung unverständlicher Reglementierungen sogar Gefahren für den Fortbestand von Tiervielfalt, artgerechter Haltung und letztlich das Züchterhobbys.
Mehrfache Auszeichnungen heimste Horst Roth als erfolgreichster Aussteller des Gestungshäuser Vereins ein. Vom deutschen über bayerischen Meistertitel (beide Fränkische Trommeltauben rot) bis Hessen- und Kreismeister (beide Deusche Modeneser Schietti gelb) reicht seine Erfolgsskala. Orientalische Roller brachten Lothar Löffler in Erfurt ebenfalls einen deutschen Meistertitel ein. Im Wettbewerb um die bayerische Meisterschaft waren die Zuchtgemeinschaft Hübner-Faber mit Perlhühnern azurblau sowie Bernd Roth mit Deutsche Modeneser Schietti schwarz erfolgreich. Die Erich-Dötschel-Wanderpokale nahmen Horst Roth und die Zuchtgemeinschaft Hübner-Faber entgegen. Zu Vereinsmeisterehren kam Horst Roth vor Eberhardt Eckardt und der Zuchtgemeinschaft Hübner-Faber.
Buchstäblich "für die Katz" waren die umfangreichen, mehrmonatigen Vorbereitungen für die in der örtichen Sporthalle geplante Hauptsonderschau Thüringer Farbentauben. Nach Werbung und mehreren Besprechungen in Thüringen hatten 190 Aussteller für 2480 Tiere bis zum Meldeschluss die Papiere eingereicht. "Wie eine Bombe schlug die Ausstellungssperre mit allen Folgen ein", dachte die Vorsitzende Ursula Weichert in ihrem Bericht über die Anordnung zurück. Klaus Oelzner