Mit seinen nunmehr 70 Jahren ist Klaus Vetter immer noch ein außergewöhnliches Energiebündel. Die Markenzeichen des gebürtigen Windischenhaigers sind Zuverlässigkeit, Hilfsbereitschaft und Ehrlichkeit. So kennen und schätzen ihn viele in der Region. Kein Wunder also, dass er mit einem großen Kreis an Familie, Verwandten, Freunden und Bekannten seinen runden Geburtstag feierte.
Klaus Vetter ist in der elterlichen Gastwirtschaft in Windischenhaig aufgewachsen und erlernte beim "Reichenbächer" in Kulmbach das Metzgerhandwerk. Von 1974 bis 1980 erfolgte in Lichtenfels eine Weiterbildung zum Beamten in der Lebensmittelüberwachung, und diese Tätigkeit übte Klaus Vetter 38 Jahre am Landratsamt Kulmbach aus. "Ich habe dabei nach der Prämisse gearbeitet, wie ich in den Wald schreie, so hallt es wieder heraus." Obwohl Klaus Vetter als Lebensmittelkontrolleur häufig Klartext redete, war er dennoch anerkannt und auch beliebt, weil er - wo es ging - auch geholfen hat.
Klaus Vetter war auch ein großartiger Fußballer, der in der Jugend seines Heimatvereins, der SpVgg Windischenhaig, groß wurde: "Als ich 18 wurde, hatten wir keine 1. Mannschaft, und deshalb bin ich dann zum TSV 08 Kulmbach und spielte zwei Jahre in der heutigen Kreisliga." Danach wurde der TSV Thurnau auf den "linken Läufer" aus Windischenhaig aufmerksam, und Klaus Vetter gehörte der erfolgreichen Bezirksligamannschaft an. Klaus Vetter sollte dann mit dem Thurnauer Klaus Thau zur SpVgg Bayreuth wechseln, aber es kam alles ganz anders: "Ich war noch keine 21, also damals noch nicht volljährig, und da hat mein Vater nicht unterschrieben. Entscheidend dafür war aber auch, dass wir in Windischenhaig im Jahr darauf wieder eine 1. Mannschaft angemeldet haben, und die war das Lebenswerk von meinem Vater. Im Nachhinein kann man das vielleicht verstehen, aber ich hätte den Sprung damals zur Altstadt machen können und auch geschafft."
Nach der aktiven Zeit als Fußballer entschied sich Klaus Vetter für die Schiedsrichterlaufbahn. Schließlich war Klaus Vetter noch zehn Jahre als Jugendtrainer für die C-Jugend des ATS Kulmbach tätig. Außerdem war er 17 Jahre lang Personalratsvorsitzender am Landratsamt Kulmbach und Ortssprecher des Stadtteiles Leuchau.
Landrat Klaus Peter Söllner gratulierte ebenso wie Oberbürgermeister Henry Schramm und bezeichnete Klaus Vetter als eine ganz außergewöhnliche Persönlichkeit: "Wo du warst, war immer Stimmung. Als Lebensmittelüberwacher war unser Klaus ein Mann mit dem Herz am rechten Fleck."
Oberbürgermeister Henry Schramm würdigte das Engagement von Klaus Vetter als Ortssprecher: "Aber solche Leute wie du, Klaus, die werden immer weniger. Leute, die sich einmal für andere einsetzen, die sich für die Gemeinschaft starkmachen." Werner Reißaus