Stadelhofen — Seit Ende August ist die nachgerüstete Kläranlage in Schederndorf in Betrieb. Die Verbesserungen waren notwendig geworden, um die gesetzlich geforderten Reinigungsleistungen zu erzielen.
Die Gemeinde Stadelhofen hat sich zu einer Beitragsfinanzierung entschieden. In der Bürgerversammlung wurden die Eigentümer darüber informiert, dass der Ergänzungsbeitrag in zwei Raten erhoben wird.
Der Geschossflächenbeitrag beträgt 22,23 Euro pro Quadratmeter Geschossfläche. Für die Grundstücksfläche wird kein Beitrag erhoben, weil die Verbesserungsmaßnahmen ausschließlich dem Bereich Schmutzwasserentwässerung zuzuordnen sind.


Gleichbehandlung

Mit der Inbetriebnahme der neuen/nachgerüsteten Kläranlage müssen auch Verbesserungsbeiträge gezahlt werden. Eigentümer von beitragspflichtigen Grundstücken (Altanschließer) und diejenigen, die erst in Zukunft beitragspflichtig werden (Neuanschließer) müssen gleich behandelt werden, so dass die Aufwendungen für die Verbesserungsmaßnahme gleichmäßig auf sie verteilt werden.
Der neu berechnete Geschossflächenbeitrag liegt bei 43,26 Euro pro Quadratmeter. Auf die Eigentümer in Schederndorf kommen jedoch grundsätzlich keine Beitragsnacherhebungen zu. Lediglich in drei Fällen müsste der neu berechnete Geschossflächenbeitrag gezahlt werden: Wenn ein landwirtschaftliches Grundstück zu Bauland wird. Hier muss dann neben der Grundstücksfläche eine fiktive Geschossfläche festgesetzt werden.
Wenn ein als unbebautes Grundstück mit einer fiktiven Geschossfläche veranlagtes Grundstücks bebaut wird und das beitragspflichtige Gebäude größer ist als die berechnete fiktive Geschossfläche oder wenn an bestehenden Gebäuden Anbauten (zum Beispiel Wintergarten) oder Ausbauten ( Dachgeschossausbau) erfolgen.
Das Bauunternehmen Josef Fösel GmbH und Verwaltungs GmbH & Co.KG überlegt, Teile seines Betriebs nach Stadelhofen zu verlegen. Auf dem Grundstück nahe Wotzendorf sollen eine Werkstatt und zwei Unterstellhallen gebaut werden. Da höchstwahrscheinlich nicht die ganze Fläche des ins Auge gefassten Areals von dem Handwerksbetrieb mit rund 80 Mitarbeitern benötigt werden, könnten zusätzlich für andere Firmen Gewerbeflächen entstehen. Grundstücksteile wurden bisher als Sandgrube genutzt.


Firma muss die Kosten tragen

Der Gemeinderat hat dem Antrag des Unternehmens auf Ausweisung eines Gewerbegebietes stattgegeben unter der Voraussetzung, dass die Firma Fösel alle notwendigen Kosten für die Bauleitplanung, die Erschließung, Ausgleichsflächen, eventuell Baugrunduntersuchungen usw. trägt.
Der Sport-Kegelclub Adler Eichenhüll erhält zu den Aufwendungen für die Modernisierung seiner Sportkegelbahnanlage (Umstellung auf den internationalen Spielmodus 120 Wurf) einen Zuschuss in Höhe 1528 Euro, zehn Prozent der angefallenen Kosten. Die Anlage ist jetzt auf dem aktuellen Stand der Technik.
An dem 1959/1960 gebauten Stadelhofener Schulhaus wurden seit der Erweiterung 1984 keine größeren Veränderungen vorgenommen. Nun muss es saniert werden und es geht um die Zuschüsse. Der Schulverband Stadelhofen hat das Vorhaben "Sanierung der Grundschule" als Bedarf für die Jahre ab 2017 angemeldet. Die grob geschätzten Kosten liegen bei rund 500 000 Euro.
Zunächst geplante Sanierungsmaßnahmen (mit einem Kostenaufwand von 30 000 bis 50 000 Euro werden vorerst zurückgestellt. Sanierungen in der Größenordnung werden nicht bezuschusst. Für die weiteren Schritte ist die Einbeziehung eines Planers erforderlich.
Als weiterer Feldgeschworener für Wölkendorf wurde Jürgen Hornung bestellt (als Nachfolger für den im vergangenen Jahr verstorbenen Alfons Schmitt). sc