Als Kirchenvater mit einem Stein in der linken Hand wird der heilige Hieronymus dargestellt. Der Künstler Johann Peter Herrlein hat den Hieronymus in der Augsfelder Pfarrkirche verewigt. Am gestrigen Freitag (30. September) war der Gedenktag des Hieronymus.
Johann Peter Herrlein (1722 bis 1799) hat den bedeutsamen Kirchenlehrer im südöstlichen Zwickel des Deckengemäldes der Kilianskirche als kräftige, würdevolle und charakteristische Persönlichkeit dargestellt.
Entblößter Oberkörper und wertvolle barocke Stoffe in Rot und Blau lenken den Blick des Betrachters auf den Gelehrten. Individuelle Attribute beschreiben den Heiligen: ein Löwe, dem er nach der Legende einen Dorn aus der Tatze zog und der ihn fortan begleitete; Kreuz und Totenschädel kennzeichnen ihn als Einsiedler in einer urwüchsigen Landschaft; Stapel von Büchern verweisen auf Gelehrsamkeit.
Galt er doch in seiner Zeit und in den folgenden Jahrhunderten (gestorben 420 zu Bethlehem) als der Wissenschaftler mit einem einzigartigen universellen geographischen sowie archäologischen und literarischen Wissen. Er vereinte in sich den Gelehrten und Asketen. Als Vertrauter des Papstes Damasus I. schuf er eine lateinische Bibelübersetzung aus dem Hebräischen und Griechischen, oft als "Vulgata", die allgemein Gebräuchliche, bezeichnet. as