Die Gläubigen in Winkels erlebten bei einem abendlichen Festgottesdienst, wie "Kirche mal anders" gestaltet werden kann. Anlass war auch das Patrozinium des Hl. Bonifatius, das im Rahmen des jetzt schon 4. Jubiläumsgottesdienstes in diesem Jahr auch würdigt, dass die St.Bonifatius-Kirche ihr 80-jähriges Bestehen feiern kann. Pfarrer Gerhard Greier und Gemeindereferentin Petra Strauß hatten ein Predigt-Spiel vorbereitet, das sie im Dialog präsentierten.
Das Wirken des Hl. Bonifatius stand unter dem Zeichen des Aufbruchs und der engagierten und tatkräftigen Verbreitung des Glaubens. Dazu gehörten vor allem auch die Gründung von Niederlassungen und Klöstern. Auch wenn dieser große und einer der bekanntesten Missionare schon im 7. und 8. Jahrhundert nach Christus gelebt hat, so sind seine Taten doch noch heute von außerordentlicher Bedeutung für die Katholische Kirche und das Glaubensleben. Pfarrer Greier, ausgestattet mit einem Rucksack voller Attribute (Bibel, Bauplan für den Kirchenbau, Beil für die Fällung der Donar-Eiche sowie Fackel und Schwert) die dem Hl. Bonifatius zugeordnet werden können, hat auch eine Situation des Aufbruchs dargestellt, aktiv von Petra Strauß hinterfragt. Sie betonte dabei, dass er doch "dableiben solle", damit sein Wirken auch uns heute noch inspirieren möge. Vor etwas über 80 Jahren muss auch in Winkels eine gewaltige Aufbruchstimmung gewesen sein, die den unabänderlichen Wunsch nach einem eigenen Gotteshaus zur Folge hatte. Und man hat sich diesen großen Heiligen der Kirchengeschichte zum Patron gewählt.
Abschließend gab es ein Begegnungsfest, das vom Pfarrgemeinderat vorbereitet worden war und tatkräftig begleitet wurde, und allen Teilnehmern Gelegenheit zu guten Gesprächen bot. red