von unserer Mitarbeiterin gerda Völk

Kloster Banz — "Bienen sind sehr interessant, weil sie Honig produzieren", findet Leonie. Die Schülerin der Ivo-Hennemann-Grundschule hat keine Angst vor Bienen. Im Gegenteil, die Mitarbeiterinnen der Umweltstation zeigen den Mädchen und Jungen der ersten Jahrgangsstufe einen Rahmen mit Honigwaben, belagert von einem Schwarm Bienen.
Zur gestrigen Eröffnung des Bienenschaustands sind viele an der Sanierung beteiligten Firmen und Gruppen erschienen. Das alte Bienenhaus in Banz wurde vor rund 80 Jahren von der Gemeinschaft der Heiligen Engel gebaut. Ein halbverwittertes Brett kündet von der Bedeutung der Bienen in früheren Zeiten: "Wo Bienen da Frieden, wo Frieden da Gott, wo Gott keine Not" steht da in kaum lesbarer Schrift geschrieben.

Harte Arbeit notwendig

"Vor einem Jahr haben wir begonnen, uns für das Gebäude zu interessieren", berichtet Kreisfachberater Michael Stromer. Es folgten Gespräche mit dem Eigentümer, der Hanns-Seidel-Stiftung. Doch bis aus dem Bienenhaus ein Bienenschaustand werden konnte, war einiges zu tun. Das Gebäude war insgesamt in keinem besonders guten Zustand. Das Dach so marode, dass es erneuert werden musste. Auch Teile des Fachwerks mussten ausgetauscht werden und die Außenanlagen erforderten einige Anstrengungen. An der Instandsetzung waren die Maurerlehrlinge der Ebensfelder Baufirma Raab beteiligt. Das kleinteilige Ausmauern der Gefache und das Überputzen mit Lehmputz erforderte einiges Können und Sinn fürs Detail.
Auch die Jugendgruppe Blumenkinder der Garten- und Blumenfreunde Weismain haben fleißig mit Hand angelegt. Ebenso haben die Jugendgruppe Maulwürfe des Gartenbauvereins Redwitz und die Konfirmanden der evangelischen Kirchengemeinde Lichtenfels das Projekt tatkräftig unterstützt.
Als Projekt der Umweltstation wird die Instandsetzung mit einem Fördersatz von 70 Prozent vom Umweltministerium bezuschusst. Die Gesamtkosten beziffert Stromer auf 25 000 bis 30 000 Euro. Daran beteiligt sich die Sparkasse Coburg-Lichtenfels mit einem Zuschuss von 5000 Euro.
Das Thema Bienen hat in der Arbeit der Umweltstation seit drei Jahren einen hohen Stellenwert. Die beiden Mitarbeiterinnen Kerstin Schmidt und Andrea Musiol betreuen an sechs Schulen im Landkreis Lichtenfels Imkergruppen. Demnächst werden sie auch an ausgewählten Samstagnachmittagen am Bienenschaustand zum Thema informieren.