Mit den Kronacher Straßenbauprojekten im neuen Bundesverkehrswegeplan sowie der Einrichtung einer weiterführenden Gemeinschaftsschule im nördlichen Landkreis Kronach beschäftigte sich der SPD-Kreisvorstand in seiner jüngsten Sitzung.


Verzögerung um Jahre

Es sei nahezu schockierend, dass das wichtigste Straßenbauprojekt für den Landkreis, der vierstreifige Ausbau zwischen Zettlitz und Küps und damit die Autobahnanbindung, im Entwurf des neuen Bundesverkehrswegeplanes völlig fehle, stellten die Mitglieder des SPD-Kreisvorstandes fest. "Sollte es nicht gelingen, dass das Stück Zettlitz-Küps in den vordringlichen Bedarf aufgenommen werde, besteht die Gefahr, dass der Ausbau um Jahre, wenn nicht Jahrzehnte verzögert wird", erklärte Kreisvorsitzender Ralf Pohl.


Ortsumgehung fehlt

SPD-Kreistagsfraktionsvorsitzender Richard Rauh bemängelte, dass die Bayerische Staatsregierung bei der Übermittlung der Maßnahmen für den Bundesverkehrswegeplan keine Prioritätensetzung vorgenommen habe, wie dies andere Bundesländer getan hätten.
Das sei vielleicht ein Grund dafür, dass es jetzt einige Verwirrungen gebe, weil zum Beispiel auch die Ortsumgehung von Pressig komplett fehle. Auch hier werde man dafür kämpfen, dass das Projekt noch aufgenommen werde.
Alles in allem sei der bisherige Stand des Bundesverkehrswegeplanes deshalb für den Landkreis Kronach sehr unbefriedigend, stellte man im SPD-Kreisvorstand fest.


Für Gemeinschaftsschule

Weiterhin ging Richard Rauh auf das Thema weiterführende Schule im nördlichen Landkreis ein. Er betonte, dass die SPD und Landratskandidat Norbert Gräbner mit der Gemeinschaftsschule bisher als einzige Partei einen konkreten Vorschlag eingebracht habe. red