Marktschorgast — Die Schützengesellschaft von 1837 des ASV Marktschorgast, der älteste Verein in der Marktgemeinde, sieht keine Perspektive mehr für die Zukunft. Bei den Neuwahlen, die bei der Hauptversammlung im Schützenkeller auf der Tagesordnung standen, war nach der einstimmigen Entlastung des Vorstands kein Mitglied bereit, eine Funktion zu übernehmen.
Damit hat sich der große Wunsch des stellvertretenden Bürgermeisters Nikolaus Ott nach einem Fortbestand des Traditionsvereins nicht erfüllen lassen.
Die aktiven Schützen haben definitiv das Schießen an den Nagel gehängt. Von den 19 Mitgliedern in der Abteilung konnte keine wettkampffähige Mannschaft für ein Team auf die Beine gestellt werden. Ist eigentlich zu verstehen, denn von den vier Aktiven wohnt lediglich Dominik Kofer in Marktschorgast, André Reichel in Nemmersdorf und Maximilian und Christiane Hartmann leben in Wirsberg.
Zudem müsste, um die Schießanlage entsprechend dem heutigen Stand auszustatten, eine Menge Geld investiert werden, was seitens des ASV nicht zu finanzieren ist. Bei diesem Ist-Stand fand der Vorschlag von Ottmar Popp, Schriftführer im ASV, "die Schützengesellschaft von 1837 des ASV Marktschorgast statt auflösen zunächst nur ruhen lassen" keinen fruchtbaren Boden.
Damit ist auch das Bürgerschießen, das 2014 zum 18. Mal ausgetragen wurde, "gestorben". Wo es 178 Jahre lang knallte und krachte, ist es jetzt still. Es hat sich ausgepufft. Prei.