Auf ein erfolgreich verlaufenes Vereinsjahr des Bayerischen Jagdschutz- und Jägervereins e.V. Lichtenfels konnte Vorsitzender Michael Ament bei der Hauptversammlung Rückschau halten.
Nach der Eröffnung der Hauptversammlung mit den Klängen der Fürst-Pless- und Parforce-Hörnern, der Bläsergruppe unter der Leitung von Hornmeister Andreas Winkler, begrüßte Kreisvorsitzender Michael Ament alle Teilnehmer im Landgasthof "Karolinenhöhe".
In seinem Rechenschaftsbericht konnte der BJJV-Kreisvorsitzende Michael Ament Rückschau halten auf ein recht erfolgreiches Vereinsjahr. Innerhalb der vier Hegegemeinschaft, führte der Kreisvorsitzende weiter aus, gebe es ein gutes Einvernehmen zwischen deren Leitern, Revierpächtern und den Grundbesitzern, der Schießplatz in Weismain werde gut angenommen, und die zusätzliche Messestelle für Schwarzwildproben verzeichne ebenfalls eine erfreuliche Zunahme.
Den weiteren Teil seiner Ausführungen stellte Ament unter die Prämisse: "Die Jagd im Wandel" und nannte es hier erfreulich, dass die Jägerkurse gut besucht seien. Wildkameras, Wärmebildtechnik, der Saualarm, Nachtsicht- und -zielgeräte, mittlerweile alles technische Hilfsmittel, die erkennen lassen, dass die Jagd immer mehr auch von der Technik eingeholt werde. Auch mit dem bestehenden Reviersystem beschäftigte sich Ament, das sich nach seiner Ansicht bewährt habe.
Andreas Hofmann berichtete auch im Namen von Werner Pietschmann vom Brauchbarkeitskurs 2016 und nannte es dringend geboten, dass in allen Hegegemeinschaften immer gut ausgebildete Jagdhunde in entsprechender Zahl vorhanden sind, die erfolgreiche Treib- und Drückjagenden gewährleisten; ein neuer Kurs steht demnächst bevor.
Fritz Stehl ging auf den Bereich Naturschutz ein, wogegen Schießstandleiter Ottmar Bienlein darauf verweisen konnte, dass sich die Anlage in einem technisch einwandfreien Zustand befindet, den Sicherheitsvorschriften entspricht und lebhaft von der Jägerschaft und Sportschützen frequentiert ist. Öffnungszeiten sind immer am Samstag ab 14 Uhr; außer ein Fest- und Feiertagen. Hornmeister Andreas Winkler zeigte sich erfreut über die derzeitige Zahl von fünfzehn Bläserinnen und Bläsern, wogegen Matthias Fischer darauf verwies, dass schon nach kurzer Zeit einundachtzig Radiocäsium-Proben untersucht wurden.
Anschließend wurden verdiente Waidkameraden geehrt: für 25-jährige Mitgliedschaft Dr. Peter Neu, 50-jährige Mitgliedschaft Hermann Angermüller, 60-jährige Mitgliedschaft Norbert Fritzsche und 75-jährige Mitgliedschaft Edwin Krieg.
Als interessant erwies sich danach ein Referat von Dr. André Maslo von der Ökologischen Bildungsstätte in Mitwitz, der sich den Bodenbrütern, hier speziell dem Rebhuhn, zuwandte. Er zeigte dabei aus eigenen Erfahrungen auf, wie mit der Anlegung von Biotopen, der Fütterung und Bejagung von Prädatoren dieser Wildart geholfen werden kann. Auf ein ganz anderes Metier begab sich Marco Freitag, Wunkendorf, der die Möglichkeiten von Drohnen im Jagdbetrieb, hier insbesondere durch deren Wärmebildkamera, aufzeigte, womit sich leicht auf Feldern, beispielweise in Maisschlägen, mit dieser Technik Wildschweine aufspüren und lokalisieren lassen. Zwar konnte Vorsitzender Michael Ament bekanntgeben, dass diese Technik die Kreisvorstandschaft überzeugt habe, es entwickelte sich jedoch ein langanhaltende Diskussion, ob eine derartige Anschaffung für 10 000 Euro notwendig und gerechtfertigt sei.
Einerseits wurde der Kurs des konsequenten Schuldenabbaus angeregt, die Fakten und Möglichkeiten eines derartigen Quadrocopters gegeneinander aufgewogen, die Verfügbarkeit dieses Gerätes diskutiert und der schnelle technische Wandel in die Überlegungen einbezogen, so dass an diesem Versammlungsabend noch keine Entscheidung fallen konnte.
Hingewiesen wurde abschließend noch auf die gemeinsame Hege- und Naturschau der beiden BJJV-Kreisgruppen Lichtenfels und Bad Staffelstein am Freitag, 28. April, im Schützenhaus der Königlich Privilegierten Scharfschützengesellschaft Lichtenfels. Dieter Radziej