"Ist das noch versteigerbar oder kann das weg?" Dieses Motto galt am Samstagmorgen im Rahmen einer öffentlichen Versteigerung. Während die Bauarbeiten an der nagelneuen Filiale gerade auf Hochtouren laufen, wurden gegenüber die Restbestände der derzeitigen Norma-Nebenräume an den Mann und an die Frau gebracht.
"Das Gebäude wird wegen des Neubaus des Feuerwehrhauses abgerissen und die restlichen Sachen versteigert", erklärte Rathausmitarbeiterin Katrin Lienert, die gemeinsam mit ihrem Kollegen Tobias Walter als Ansprechpartnerin und Kassiererin bereitstand. Die betroffenen Gegenstände waren größtenteils der Fliegerausstattung zuzuordnen. "Davon kommt wahrscheinlich nicht mehr viel weg, weil der Bedarf daran einfach fehlt. Aber wir wollten es wenigstens noch versuchen, bevor die Sachen weggeworfen werden."
Bei der Aktion galt nämlich: Was übrig bleibt, wird vernichtet. Unter den Artikeln befanden sich allerlei Kleidungsstücke wie Hemden, Mäntel, Kappen oder Sonnenbrillen, aber auch Ansteckorden, Flugzeugminiaturmodelle oder Kleiderbügel. Eher aus dem Kuriositätenkabinett stammten dagegen Retro-Bauchtaschen sowie eine Fliegermontur samt Helm und Stiefeln, die wohl als Ladenhüter zurückblieben. Das obligatorische "Zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten" konnten sich Katrin Lienert und Tobias Walter allerdings sparen: Im Flohmarkt-Flair herrschte ein lockeres Kommen und Gehen und die ergatterten Fundstücke konnten gleich bezahlt werden, ohne vorher unter den Hammer zu müssen. th