von unserem Redaktionsmitglied 
Christian Schuberth

Kasendorf — Der SSV Kasendorf hat zum Einstand in die Landesliga Nordost gleich einmal gezeigt, wie er in der neuen Klasse bestehen will. Nämlich mit unbändigem Einsatzwillen. "Wir sind kämpferisch ans Limit gegangen", sagt Spielertrainer Markus Taschner nach dem 2:0-Triumph über Dergahspor Nürnberg, den viele Experten am Ende eigentlich auf einem der vorderen Plätze erwarten. Taschner weiß, dass es noch mehr Mannschaften in der Liga wie Dergahspor geben wird, "die fußballerisch sicher begnadeter sind als wir". Und ihm ist auch klar, dass der frühe Platzverweis für die Gäste seinem SSV in die Karten gespielt hat. Aber dennoch habe das Spiel gezeigt, "dass man mit einer guten kämpferischen Leistung auch in der Landesliga bestehen kann". Zumal seine Mannschaft über den Kampf auch zu spielerischen Qualitäten gefunden habe. Der 31-Jährige Spielertrainer sagt: "Je länger das Spiel gedauert hat, desto mehr schmeichelt das 2:0 noch den Nürnbergern." Was Markus Taschner auch gefallen hat: "Meine eingewechselten Spieler haben das Niveau gehalten."
Der Schlüssel zum Erfolg war sicherlich die Kasendorfer Abwehr um den Spielertrainer selbst, den starken Neuzugang Sebastian Wirth und einen sicheren Torhüter Sebastian Eck. Ärgerlich, dass sich Wirth einen Zehenbruch zugezogen hat und nun erst einmal ebenso ausfällt wie Top-Vorbereiter Daniel Grasgruber, Manndecker Martin Stübinger und Mittelfeldspieler Patrick Dippold.
Zum Denker und Lenker des Kasendorfer Spiels schwang sich auch gegen Dergahspor wieder Jochen Hollfelder auf. Und in der Offensive krönte Andreas Pistor ein gelungenes Comeback nach langwieriger Knieverletzung gleich mit einem Tor.
Heute gastieren die Kasendorfer im ersten Auswärtsspiel beim Mitaufsteiger VfL Frohnlach II. "Ich erwarte eine junge, sehr gut ausgebildete, spielstarke Mannschaft, die auf einem großen Spielfeld ihre Auftaktniederlage wettmachen will", sagt Taschner, der mit VfL-Coach Oliver Müller einst bei der SpVgg Bayreuth zusammengespielt hat. Markus Taschner setzt dabei wieder auf die Karte Kampf: "Ich glaube nicht, dass wir uns verstecken müssen.Wir werden aber das Spiel verlieren, wenn wir die Zweikämpfe nicht annehmen."
Auf Frohnlacher Seite steht eventuell Jonas Hempfling im Tor, der beim BSC Kulmbach groß wurde.

SSV Kasendorf heute um 18.30 Uhr beim VfL Frohnlach II (Aufgebot): Eck, Hein - Sesselmann, Wagner, S. Luft, F. Luft, Schorn, Ellner, M. Pistor, A. Pistor, Hollfelder, Weiner, Hösch, Erlmann, Klaus, Taschner. - Es fehlen: Stübinger (Adduktorenprobleme), Dippold (Muskelfaserriss), Grasgruber (Sprunggelenkverletzung), Wirth (Zehenbruch), Reif (Achillessehnenprobleme).