Höchstadt — Ganz stolz präsentierten Team und Klienten des Lebens-Mittel-Punkts in Höchstadt ihre Arbeit. "So hohen Besuch hat man ja nicht alle Tage", meinte eine Besucherin der sozialen Anlaufstelle, die hier regelmäßig gespendete Lebensmittel abholt und im Gegenzug mithilft, Kisten zu packen oder die überschüssigen Lebensmittel zu konservieren.
Der Gast war kein Geringerer als Kardinal Walter Brandmüller. Der Geistliche ließ sich genau zeigen, wie der Lebens-Mittel-Punkt arbeitet: Von der Abholung der gespendeten Ware aus den Supermärkten und Großhändlern über die saubere, hygienische Sortierung bis hin zum Packen der Kisten läuft alles wie am Schnürchen. Manchmal aber wird so viel geliefert, dass gar nicht alles an Bedürftige weitergegeben werden kann.

Nichts wird weggeworfen

Statt den Überschuss dann wegzuwerfen, haben sich die Macher des Lebens-Mittel-Punkts etwas einfallen lassen: Sie verarbeiten die großen Posten kurzerhand zu Saft, Aufstrich oder Sirup. Im Februar waren es acht Tonnen Granatäpfel, diesmal 1,5 Tonnen Äpfel, die in die Saftpresse wanderten. Kardinal Brandmüller durfte den ersten Schluck kosten und zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis.

Kontakt zu Sponsoren

Der Besuch war aber auch ein Treffen unter Freunden und Förderern. In Begleitung von Dekan Kilian Kemmer aus Höchstadt lernte Kardinal Brandmüller eine Reihe Sponsoren kennen wie Kerstin und Matthias Zwingel, die in der Region mehrere Supermärkte betreiben. Gerit Hoppe, mit dem die Laufer Mühle in Sachen Altkleidersammlung zusammenarbeitet; der neue Verwaltungschef des Kreiskrankenhauses Höchstadt, Albert Prickarts; Harald Rauchfuß vom Rotary Club Neustadt/Aisch und Bürgermeister Gerald Brehm waren mit dabei, als der Gast aus Rom begrüßt worden ist.

Anerkennung

Für die Klienten des Lebens-Mittel-Punkts war der Besuch des Kardinals mehr als ein Info-Termin. Für sie war es ein großes Zeichen der Wertschätzung, dass sie von einem so hohen Kirchenmann wahrgenommen und ihre Arbeit und Leistung gewürdigt wurden. red