von unserem Mitarbeiter WErner Reissaus

Himmelkron — Die Gemeinde hat eine Stellungnahme zum Netzentwicklungsplan "Strom" abgegeben, um die Frist zu wahren, die am gestrigen Mittwoch endete. Ansonsten, so Bürgermeister Gerhard Schneider (CSU), wäre Himmelkron von einer weiteren Beteiligung ausgeschlossen gewesen. Laut Schneider hat sich in einem Schreiben an die Gemeinde auch die Lichtenfelser Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner (CSU) zur geplanten Gleichstrompassage Süd-Ost geäußert. "Herzlichen Dank für Dein und Euer Engagement im Kampf gegen die Gleichstromtrasse. Du kannst Dir sicher sein, dass ich Euch mit voller Überzeugung zur Seite stehe", heißt es in dem Brief. Fakt sei aber, so Zeulner, dass aus Sicht der Netzbetreiber die Gleichstrompassage Süd-Ost - Korridor D von Lauchstädt nach Meitingen - weiterhin als energiewirtschaftlich notwendig und vordringlich eingestuft wird. "Im Rahmen der kürzlich vom Bundeskabinett beschlossenen EEG-Novelle soll auch für die Gleichstrompassage die Möglichkeit einer teilweisen Erdverkabelung eröffnet werden. Bislang war diese Option nur für zwei andere Vorhaben gesetzlich vorgesehen. Grundgedanke ist, die Akzeptanz zumindest ein ganzes Stück zu befördern, zumal dies auch immer wieder vor Ort gefordert worden ist", schrieb Zeulner.
Auch im Auftrag von Ministerpräsident Horst Seehofer erhielt Bürgermeister Schneider Post aus der Staatskanzlei. Demnach ließ der zuständige Ministerialrat die Gemeinde Himmelkron wissen, dass Seehofer immer wieder erkläre, dass er die Trasse nicht für notwendig halte, um den Kohlestrom nach Bayern zu transportieren. Die Staatskanzlei: "Deshalb wird sich die bayerische Staatsregierung weiterhin eindeutig gegen die Gleichstrompassage positionieren."
Schneider dankte in diesem Zusammenhang allen Bürgern, die in der vernangenen Woche nach Hof zur Kundgebung mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsident Horst Seehofer gefahren sind: "Wir haben unsere Interessen bestens ins Bild gesetzt, unser Einsatz hat sich gelohnt."
Bei der Gründung einer kommunalen Allianz in Pegnitz war Schneider mit seinem Amtskollegen Tischhöfer aus Marktschorgast dabei: "Dem Bündnis sind bereits 27 Kommunen beigetreten. Unser Einsatz wird Wirkung zeigen, und wir werden nicht mehr nachlassen."