Kreis Haßberge — Im Zuge ihrer Aktionsreihe "Wahre Helden spenden Blut" haben die IHK-Wirtschaftsjunioren Haßberge das Transplantationszentrum der Uni-Klinik in Würzburg besucht. Sie machten sich vor Ort ein Bild über das Thema Organspende, wie die Organisation in der Industrie- und Handelskammer mitteilte.
Ärztlicher Direktor Christoph Reiners stellte die Uni-Klinik als größten Arbeitgeber Würzburgs mit 6200 Mitarbeitern vor. "Über 55 000 Patienten wurden 2013 bei uns behandelt, und wir sind stolz darauf, die einzige Uni-Klinik in Bayern zu sein, die schwarze Zahlen schreibt", sagte er.

26 Transplantationen

Andreas Geier vom Leberzentrum Würzburg wies auf die Anzahl der Lebertransplantationen in Würzburg hin. Interessant war zu erfahren, dass bei Lebertransplantationen - anders als bei Nierentransplantationen - nach Dringlichkeit selektiert wird. "Das hängt damit zusammen, dass es für die natürliche Funktion der Niere mit der Dialyse eine Ersatzmöglichkeit besteht, die es bei der Leber so nicht gibt", erklärte Hubertus Riedmiller von der Urologie der Klinik. In Würzburg wurden seit September 2011 exakt 26 Lebertransplantationen mit einer durchschnittlichen Wartezeit von 5,7 Monaten durchgeführt. Auf der Warteliste stehen 30 Patienten mit einem Durchschnittsalter von 52,9 Jahren.
Die Haßberge-Wirtschaftsjunioren kündigten an, eine breite Kampagne zu starten, um eine Kultur der Organspendebereitschaft zu fördern. red