Die Kulmbacher Jusos haben einen offenen Brief an Oberbürgermeister Henry Schramm (CSU) geschrieben, in dem sie ihn auffordern, sich intensiver mit der Situation rund um die Kulmbacher AfD zu befassen, die ja letzte Woche erneut im öffentlich-rechtlichen Fernsehen ("Kontraste" in der ARD) thematisiert wurde.
"Es ist erschreckend, wie bewusst und durchdacht die sogenannte ,Alternative' für Deutschland (AfD) unsere schöne Heimat in ARD und ZDF kontinuierlich in einem schlechten Licht erscheinen lässt. Erschreckend, wie sie dabei gedankliche Parallelen zu den sogenannten Reichsbürgern zeigt, etwa in der Behauptung, Deutschland sei kein Staat, wie es der stellvertretende KV-Vorsitzende Hübner kürzlich im ARD-Magazin ,Kontraste' getan hat. Erschreckend ist aber auch die Art und Weise, wie wenig das Kulmbacher Rathaus dem entgegenzusetzen hat", heißt es in dem Schreiben.
Bewusst sage man "das Rathaus", nicht Kulmbach, so die Jusos, "denn Kulmbach wehrt sich". Viele Kulmbacher und die Jusos kämpften täglich gegen Rassismus und für eine weltoffene Stadt. "Machen Ihnen die aktuellen Entwicklungen keine Angst?", fragen die Jusos den OB und rufen dazu auf, "unsere Stadt aufzurütteln". Das politische Ringen mit der AfD sei kein Spiel von ein paar Versprengten, die ein bisschen Lärm machen wollen. Dass Kulmbach kein AfD-Nest ist, müsse nicht nur lokal, sondern bundesweit gezeigt werden. Es könne nicht sein, dass ein Bürgermeister bundesweite Negativpresse einfach so hinnimmt. red