Stublang — Bei der Exkursion mit dem ehemaligen Kreisfachberater Josef Schröder unterhalb des Dornigs bei Stublang weckte er das Verständnis für eine reizvolle, vielschichtige und vernetzte Landschaft.
Eine sehr alte Bauernkultur habe die Gegend geformt, sagte Schröder. Besonders wertvoll sei dabei die traditionelle Landwirtschaft gewesen.
Diese habe abwechslungsreiche Strukturen wie Terrassen, Feldraine, Hecken, Streuobstwiesen und Hohlwege geschaffen. Durch die unterschiedlichen Lebensräume sei eine große Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren entstanden. Für Schröder war die Exkursion praktisch ein Heimspiel.

Ein Lob an die Stublanger Bürger

Durch den Erwerb von zwei ökologisch wertvollen Grundstücken sowie die Beratung und Betreuung weiterer Wiesen, die im Rahmen der Flurneuordnung zum Verkauf anstanden, fühle er sich in dem Gebiet um Stublang wie zuhause.
"Dadurch ist bei mir die Liebe und das Verständnis zu dieser reizvollen Kulturlandschaft geweckt worden", sagte Schröder. Er zeigte weiterhin auf, welche wichtige Rolle die Obstbaukultur in Stublang bis in die sechziger Jahre hinein hatte.
Mit dem Aufkommen der Verbrauchermärkte und der Globalisierung sei der heimische Markt in relativ kurzer Zeit fast zusammengebrochen.
Es sei dringend notwendig, den gesundheitlichen Wert von ungespritztem, heimischen Obst ins Bewusstsein zu rücken. Vor allem müsse dabei die Jugend angesprochen werden. Mit dem Apfelmarkt in Stublang sei ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung gegangen worden.
Schröder lobte die Stublanger Bürger für die Erhaltung vieler alter Obstbäume und für die Neupflanzungen in den letzten Jahren, die für eine teilweise Wiederbelebung der Flur mit jungen Obstbäumen gesorgt habe. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Umweltstation Weismain. Jupp Schröder