Konzentrierte Blicke und strahlende Gesichter bei dem am Donnerstag in Coburg ausgetragenen Regionalentscheid von "Schüler experimentieren", der Juniorsparte von "Jugend forscht". 162 Kinder und Jugendliche mit 88 Projekten stellten sich dem kritischen Blick der Fachjury.
Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz (CSU) freute sich über das hohe Niveau und die große Themenvielfalt bei den jungen Wissenschaftlern. Am Nachmittag fand die mit Spannung erwartete Preisverleihung statt.
Fabian Gärtig von der Domschule Bamberg war mit neun Jahren nicht nur der jüngste Teilnehmer in diesem Jahr, sondern ist zudem der Regionalsieger im Fachbereich Biologie. "Ist der Mensch aus dem Haus, tanzt die Katze auf dem Tisch!?" heißt das Thema seiner Siegerarbeit. Mit einer Wildbeobachtungskamera hat Fabian das Verhalten seines Haustieres beobachtet und festgestellt, dass die Katze auf dem Tisch nach Futter sucht, sobald der Mensch den Raum verlässt. Seitdem bewacht ein selbst gebauter und programmierter Lego-Mindstorms-Roboter den Tisch. Ein Infrarotsensor nimmt die Katze wahr und lässt den Roboter mit der Stimme des Herrchens schimpfen, lässt einen Hammer auf den Tisch klopfen und schließlich Flügel auf und abschlagen. Hierdurch konnte er das Verhalten seiner Katze ändern, die nun nicht mehr den Tisch besucht. So kann Herrchen beruhigt das Haus verlassen. Fabian erhält zudem für Oberfranken das Ticket zum Landesentscheid nach Dingolfing und darf sich dort Mitte April mit den anderen Regionalsiegern messen.


Erfolg mit Malroboter

Von den anderen Bamberger Schulen konnte nur das Franz-Ludwig-Gymnasium noch zwei Preise mit nach Hause nehmen: Im Fachbereich Mathematik und Informatik überzeugten Carolin Bickel und Kiara da Silva Amorim die Jury mit ihrem Lego-Mindstorms-Roboter, welcher selbstständig Konturen erkennt und Schriftzüge farbig ausmalt. Sie entwickelten ihren Malroboter, den sie bereits im vergangenen Jahr bei "Jugend forscht" präsentiert hatten, überzeugend weiter. So haben sie den NXT-Baustein komplett neu mit "C+" programmiert und ein Fehlerkorrekturprogramm entwickelt, um ein möglichst exaktes Malergebnis zu erreichen. Die Jury zeigte sich vom Ergebnis überzeugt und verlieh für diese tolle Programmierleistung den dritten Preis.
Memet Girgin und seine Schwester Meryem Girgin wurden mit einem Sonderpreis im Fachbereich Technik ausgezeichnet. Die beiden Schüler vom FLG haben einen alten Rasenmäher zu einem Putzwagen mit Müllbehälter umgebaut, der den Boden in einem Zuge wischt und trocknet. Statt mit 96 Dezibel - wie es auf dem alten Etikett steht - Rasen zu mähen, lässt er sich nun im Handbetrieb nahezu geräuschlos bewegen und erleichtert die Arbeit enorm. sgä