Bis zur Kommunalwahl sind es noch drei Jahre. Doch die Jungen Bürger (JB) Altenkunstadt stehen schon jetzt Gewehr bei Fuß. "Wie heißt es so schön: Nach der Wahl beginnt der Wahlkampf. Ein halbes Jahr vor der Wahl möchte ich nicht mehr damit beginnen. Das haben wir einmal gemacht, aber das war eine anstrengende Zeit. Man muss vorbauend arbeiten", gab Vorsitzender Thorsten Schmidtke bei der Jahresversammlung in der Gastwirtschaft "Sternschnuppe" die Marschrichtung vor.
Eines der anvisierten Ziele: Die Jungen Bürger möchten in der nächsten Legislaturperiode mit zwei statt mit einem Gemeinderat im Gremium vertreten sein. "Dann hätten wir Fraktionsstärke erreicht", betonte Schmidtke. Um das Ziel zu erreichen, rief der Redner die Mitglieder auf, Präsenz bei öffentlichen Veranstaltungen zu zeigen und sich schon jetzt auf Kandidatensuche zu begeben. Außerdem wollen die Jungen Bürger eine junge Liste bleiben. Mit Kandidaten, die die 40 oder 50 überschritten hätten, mache man sich, so Schmidtke, nur unglaubwürdig. Noch in diesem Jahr soll eine weitere Ausgabe der "Altenkunstadter Allgemeinen" erscheinen. Die ersten beiden waren im Kommunalwahlkampf 2014 gedruckt worden.
Eines der Themen, das in der Parteizeitung abgehandelt werden soll, ist das geplante Lehrschwimmbecken, das auch bei der Versammlung für Gesprächsstoff sorgte. Bei der Kommunalwahl 2014 hatten sich die Jungen Bürger noch gegen den Bau eines eigenen Lehrschwimmbeckens ausgesprochen. Inzwischen steht Schmidtke voll und ganz hinter dem vom Verein für kommunale Zusammenarbeit ins Spiel gebrachten Standort an der Mittelschule Altenkunstadt. Die zentrale Lage und die Mitbenutzung der vorhandenen Einrichtungen auf dem Schul- und Sportgelände im Ortsteil Röhrig spreche für die Schaffung eines Lehrschwimmbeckens in Altenkunstadt. Um die Attraktivität eines zukünftigen Bades zu steigern, könnte sich Schmidtke die Schaffung eines Außenbereiches mit Liegewiese nach dem Vorbild des Merania-Schwimmbades vorstellen. "Auch ein beheizter Whirlpool im Außenbereich, wie es ihn im Crana Mara in Kronach gibt, oder eine Sauna beziehungsweise ein Dampfbad wie im Lehrschwimmbecken Michelau wären denkbar", sagte der Vorsitzende.


Schwierigkeiten beim Unterhalt

Kreisjugendbeauftragte Julia Spörlein (CSU) stimmte Schmidtke zu, dass das Altenkunstadter Schul- und Sportgelände der besserer Standort sei als der Schulberg in Burgkunstadt, der derzeit noch im Gespräch ist. Skeptisch zeigte sie sich, was den Unterhalt anbetrifft: "Ich sehe Schwierigkeiten mit dem Unterhalt auf uns zukommen. Auf einem Blatt Papier sehen die Zahlen wunderschön aus. Doch wie sieht es nach der Inbetriebnahme aus?"
Auf Nachfrage dieser Zeitung wurde sie konkreter. Die Rechnung des Vereins, nach der sich Einnahmen und Ausgaben decken sollen, hielt sie zwar für plausibel, doch zugleich fragte sie sich: "Warum sind Bäder wie Lichtenfels oder Michelau Defizitbetriebe?" Nach Ansicht von Thorsten Schmidtke sollten die Unterhaltskosten vor einer Realisierung noch einmal akribisch geprüft werden.
Der Wahlkampf zwischen Amtsinhaber Robert Hümmer (CSU) und seinem Vorgänger Georg Vonbrunn von der Jungen Wähler Union (JWU) hatte tiefe Wunden im konservativen Lager gerissen. Schmidtke freute sich, dass die Vereinigung des konservativen Lagers voranschreite. Bürgermeister Hümmer, CSU-Fraktionsvorsitzende Braun und CSU-Gemeinderat Schuster lobten das gute Miteinander.
Mit Johannes Wallinger und Sarah Kraftzyk hat die Wählervereinigung zwei neue Mitglieder. "Derzeit engagieren sich 21 Frauen und Männer bei den Jungen Bürgern. Damit bewegen wir uns, was die Mitgliederzahl anbetrifft, weiterhin konstant um die 20 Personen", freute sich der Vorsitzende.
Bei seinem Stellvertreter Alexander Jung, der sich aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Wahl stellte, bedankte er sich. Zu seinem Nachfolger kürten die zehn Wahlberechtigten Sebastian Fischer. In ihren Ämtern einstimmig bestätigt wurden Vorsitzender Thorsten Schmidtke und Kassier Max Böhling. Zu Kassenprüfern wurden Holger Funke und Viktoria Richter ernannt.