In diesen Tagen ist in Bamberg viel vom Gewinn der mittlerweile neunten Basketball-Meisterschaft die Rede. Den ersten nationalen Titel holten aber nicht die GHP-Korbjäger 2005 an die Regnitz, es waren vielmehr die B-Jugendlichen des 1. FC Bamberg, die am letzten Mai-Wochenende des Jahres 1987 den ersten deutschen Meistertitel überhaupt in die Domstadt brachten. Anlässlich des Jubiläums trafen sich die Helden von einst genau 30 Jahre nach ihrem Triumph zu einem geselligen Wiedersehen.
"Wir hatten ein lockeres Treffen geplant. Aber wie ein gutes Basketballspiel hat der Abend eine gewisse Eigendynamik genommen", sagt Volkmar Zapf lachend über die Zusammenkunft in den "Domterrassen". Ganz so ausschweifend wie die Feierlichkeiten vor 30 Jahren verlief der Abends allerdings nicht, versicherte Gymnasiallehrer Zapf, denn: "Bei einigen von uns stehen ja am nächsten Morgen die Kinder auf der Matte." Der ehemalige Bundesligaspieler in Diensten des TTL-Teams hat zusammen mit Ingmar Kühhorn das Wiedersehen organisiert - und bis auf den erkrankten Johannes Bessler waren alle gekommen.
Sie alle ließen den Titelgewinn von vor 30 Jahren noch einmal Revue passieren. Als krasser Außenseiter waren die jungen FC-Basketballer damals nach Offenbach zur Endrunde gefahren. Im Halbfinale trafen sie auf den Nord-Meister Eidelstedter EC. Gegen die Hamburger rührten die Bamberger nach knapper 31:30-Pausenführung in der Abwehr Beton an und zogen mit dem 66:54-Sieg ins Finale gegen den großen Titelfavoriten Bayer Leverkusen ein, den die FCler um Kapitän Christoph Gradl trotz hoher Foulbelastung und dünner Spielerdecke mit 81:79 niederrangen. Bester Korbjäger im Endspiel war Zapf mit 22 Punkten. Während seine Teamkollegen in den Folgejahren gestandene Zweitligaspieler wurden, schaffte Zapf den Sprung ins Bundesliga-Team des TTL Bamberg, mit dem er 1992 Pokalsieger wurde. Der deutschen Meisterschaft mit den FC-B-Junioren ließ er drei weitere folgen. Als Athletiktrainer gehörte er den Bamberger Meisterteams von 2005, 2007 und 2010 an.