Christiane Reuther

"Endlich frei!" - Neun Jahre Schulzeit sind für 21 Mittelschüler der Dreiberg-Schule Knetzgau zu Ende. Im Schloss Oberschwappach haben die jungen Frauen und Männer den Schulabschluss gefeiert.
Rektorin Hannelore Glass nahm die Schüler gedanklich mit auf die Reise der Schullaufbahn, die die Lehrer begleitet und erfolgreich in die Zielgerade geführt hatten. Alle 21 Schüler haben die Mittelschule erfolgreich abgeschlossen, 15 erreichten den qualifizierenden Abschluss. Ein gesondertes Zeugnis für Englisch erhielten 15 Jugendliche. Acht Absolventen haben einen Ausbildungsplatz, 13 besuchen weiterführende Schulen.
Rückblickend vom ersten Schultag an, waren es laut Hannelore Glass die Eltern und Lehrkräfte, die - wie Leitplanken - den richtigen Weg zum Abschluss zeigten. Im Laufe der Zeit wurden die "Leitplanken" auf dem Weg zum Erwachsenwerden immer niedriger - nun sind die schulischen Begrenzungsvorrichtungen ganz verschwunden. Als "Schullaufbahn-Navi" meinte die Rektorin zum Abschluss: "Sie haben Ihr Ziel erreicht."
Auch wenn die Fahrt jetzt erst richtig losgeht, erfordert die Teilnahme am Straßenverkehr laut Glass gewisse Regeln: Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme. Diese "Leitplanken" setzten nun den Lebensweg der Absolventen fort. Für einige zielstrebig auf der Autobahn, für andere auf der Landstraße. Auch Umwege böten eine gute Aussicht und nebenbei die Chance, den Horizont zu erweitern und Neues zu entdecken. Einen Tipp als Eintrag in den "Lebens-Führerschein" hatte die Pädagogin noch parat: "Wer euch einfache und bequeme Wege vorschlägt, hat meist nur eigene Interessen und nicht euer Wohl im Sinn". In diesem Sinne wünschte die Schulleiterin "eine allzeit gute Fahrt".
"Man kann den Wind nicht ändern, aber die Segel richtig setzen", den Spruch des Einladungsschreibens zur Entlassfeier griff Knetzgaus Zweiter Bürgermeister Bernhard Jilke auf. Die Segel seien nach dem Schulabschluss zukunftsgerichtet gesetzt. Für viele mit guten Vorsätzen, um Neues mit frischer Energie anzupacken. Nicht nur gute Noten bilden laut Jilke die Basis für den richtigen Kurs, sondern auch Eifer und eine Portion Glück. Letzteres wünschte Bernhard Jilke genauso wie gute Freunde, Rückhalt in der Familie und Freude an kleinen Dingen des Lebens, um die großen Schritte mit Begeisterung gehen zu können.
Glückwünsche übermittelte Klassenelternsprecherin Sonja Müller. Als Vertreterin des Elternbeirats sagte Silvia Schlegelmilch: "Wer etwas vermeiden will, sucht Gründe, wer etwas erreichen will, sucht Wege". Für die Entlassschüler dankte Eva Deißler.
Die Auszeichnungen erhielten für den besten "Quali" Fabio Schäfer (Preis von Bernhard Jilke), für die besten Arbeiten in den Bereichen Technik: Chris Ackermann (Sparkasse); Soziales: Lena Mücke (Edeka Karais); Mathematik: Chris Ackermann (Raiffeisenbank); Deutsch: Sophia Hofmann (Hofmanns Pfiffikus), Englisch: Konstantinos Sevasditis (Hachem Farmand), Kunst: Eva Deißler (Goldschmiede Buhlheller); Soziales Engagement: Julian Häring (Bürgermeister) sowie die Schüler- und Buslotsen (Verkehrswacht/Gemeinde).