Das oberfränkische Handwerk ist stolz auf exakt 444 junge Handwerker, die in der Bayreuther Oberfrankenhalle ihre Meisterbriefe ausgehändigt bekommen haben. Die 85 Frauen und 359 Männer aus allen Teilen des Regierungsbezirks werden dringend gebraucht, betonte Handwerkskammerpräsident Thomas Zimmer, denn jeder fünfte Betrieb in Oberfranken suche in den kommenden zehn Jahren einen Nachfolger. "Das sind immerhin gut 3000 Betriebe, die auf Menschen mit der Qualifikation und der Leidenschaft der jungen Meister warten", so Zimmer.
Die Meisterprüfung sei die weltweit einzigartige, wertbeständige Garantieurkunde für meisterliche Qualität und höchstes Anspruchsniveau, sagte der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, Thomas Koller.
Der Meisterbrief sei nach wie vor der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit, der wichtigste Faktor für eine erfolgreiche Unternehmensgründung und eine hervorragende Basis für den weiteren beruflichen Aufstieg. Der Meisterbrief genieße auch international höchstes Ansehen. Die Sprache des Handwerks werde auf der ganzen Welt verstanden. "Aktuell brummt die Konjunktur im oberfränkischen Handwerk", sagte Zimmer. Damit dies auch so bleibe, müssten allerdings auch künftig genügend Fachkräfte zur Verfügung stehen. Genau das sei die zentrale Herausforderung für das oberfränkische Handwerk. Viele Betriebe beklagten zunehmend einen Mangel an qualifizierten Nachwuchskräften.
In den zurückliegenden zwölf Monaten hatten sich 480 Prüfungskandidaten in 18 Berufen der Meisterprüfung unterzogen, 444 haben bestanden. Die mit Abstand am stärksten vertretenen Berufe waren die des Kraftfahrzeugtechnikers mit 109 Teilnehmern und des Friseurs/der Friseurin mit genau 100 Teilnehmern. Auf Platz 3 der Beliebtheitsskala folgt das Elektrotechnikerhandwerk mit 48 Teilnehmern.


Aus dem Landkreis Lichtenfels

Aus dem Landkreis Lichtenfels erhielten den Meisterbrief: Elvis Avdiji (Kraftfahrzeugtechniker), Christian Gronau (Feinwerkmechaniker), Bernhard Gropp (Installateur und Heizungsbauer), Martin Härzer, Tim Hofmann und Dominik Keil (alle drei Feinwerkmechaniker), Mirko Jordan und Stefan Müller (beide Kraftfahrzeugtechniker), Stefan Sünkel (Feinwerkmechaniker), alle Lichtenfels, aus Burgkunstadt Cornelius Callens (Zimmerer), Dirk Dümlein (Elektrotechniker), Christian Medick (Feinwerkmechaniker) und Sandro Weid (Kraftfahrzeugtechniker). Letzterer gehörte zu den vier Besten.
Aus Bad Staffelstein stammen folgende frisch gebackenen Meister: Daniel Dirauf (Feinwerkmechaniker) und Mehmet Güler (Kraftfahrzeugtechniker). Waldemar Henkel aus Michelau wurde Meister als Feinwerkmechaniker. In Marktgraitz gibt es zwei neue Meister: Christian Bülling (Feinwerkmechaniker) und Jan Partheymüller (Maler und Lackierer), in Weismain drei: Lukas Klamert (Maurer und Betonbauer), Ricardo Sutter (Kraftfahrzeugtechniker) und Christian Zahn (Zimmerer). Aus Altenkunstadt stammt Stefan Schnapp, der nun Meister im Installateur- und Heizungsbauerhandwerk ist.
In Rattelsdorf im Nachbarlandkreis Bamberg gibt es ebenfalls zwei neue Meister: Alexander Dinkel (Feinwerkmechaniker) und Melanie Süppel (Installateur und Heizungsbauer).
In Zapfendorf ist Steffen Betz daheim, der Feinwerkmechaniker-Meister wurde.