von unserem Mitarbeiter Stephan Stöckel

Unnersdorf — Ungewöhnliche Interpretationen, heiße Rhythmen und Spielfreude pur sind das Markenzeichen der heimischen Band "Orange Shakers". Ob im "Gasthof zur Linde", in dem die Gruppe am Samstag, 3. Oktober, ab 21 Uhr auftritt, oder im Tecnet-Zentrum in Burkersdorf - wo immer die Musiker ihre musikalischen Visitenkarten abgeben, das Publikum ist hingerissen von der edlen Covermusik-Mixtur.


Musikalische Eiswürfel

So war es auch beim diesjährigen Sommernachtfest im Tecnet- Zentrum". Ihre coole Version von "I Shot The Sherif" war nach einem heißen Sommertag zum musikalischen Eiswürfel geworden, der die Besucher in ein erfrischendes Klangbad tauchte, das ihnen obendrein gute Laune schenkte. Herzergreifend klang das Duett zwischen Sänger Larry Rayford und seiner 20-jährigen Tochter Vanessa. Die Soulballade "Cruisin'" aus der Feder von Smokey Robinson schmolz wie Eiscreme in den Gehörgängen von Alt und Jung.
Einem Ventilator gleich transportierten Bassist Horst Meyer, Sänger und Congaspieler Larry Rayford, Sänger und Gitarrist Stefan Kratovil, Schlagzeuger Torsten Langhammer und Keyboarder Uwe Schindler die wilde Frische des jazzigen Gregory-Porter Songs "Liquid Spirit" ins Publikum, das im Takt der Musik begeistert mitklatschte. Die ausladende Weise wurde zum kreativen Ritterschlag für die Musiker, die einem rundum gelungen Sommernachtsfest das kreative Sahnehäubchen aufgesetzt hatten.
"Nicht gerührt, sondern geschüttelt!" - nach dieser Devise handeln die Musiker der heimischen Formation "Orange Shakers" seit Jahren. Kein Wunder bei dem lebendigen, spritzigen Gute-Laune-Sound, der Gefühlswallungen bei den Zuhörern auslöst. Der ewig junge Klassiker "Tulsa Time", den einst Eric Clapton berühmt gemacht hatte, zaubert Fröhlichkeit in die Gesichter, der raue Ton von Walter Trouts Komposition "City Man" wühlt auf, und bei "Dereck Trucks" famosem Klagelied "I Feel So Bad" leiden die Zuhörer mit, wenn sich Larry Rayford, die schwarze Perle der Band, seinen Schmerz und Kummer aus der Seele singt.
Wenn sich die Kapelle mit einer grandiosen Version des gospelangehauchten Dereck- Trucks-Titels "Sweet Inspiration" verabschiedet, dann werden die Zuhörer mit Gefühlen wie Wärme und Zuversicht auf den Nachhauseweg entlassen.