Unter Kennern gilt Dusko Gojkovic als einer der wichtigsten Jazztrompeter der Gegenwart. Die Liste der Musiker, mit denen er gearbeitet hat, liest sich wie das "Who is who" des Jazz: Chet Baker, Kenny Clarke, Miles Davis, Stan Getz, Dizzy Gillespie, Dexter Gordon, Johnny Griffin, Thad Jones, Sonny Rollins und viele mehr.
Zum Ausklang des Konzertjahrs bei "Leise am Markt" gastiert Gojkovic am Dienstag, 27. Dezember (20 Uhr), in Coburg,
Nach seinem Musikstudium in Belgrad wanderte der 1931 in Jugoslawien (dem heutigen Bosnien-Herzegowina) geborene Gojkovic in den Fünfzigern nach Deutschland aus, spielte u.a. bei Max Greger, Kurt Edelhagen und Albert Mangelsdorff. In den Sechzigern startete er auch international durch. Anfang der Siebziger machte ihn seine Rückkehr nach Deutschland zu einer der wichtigsten Figuren der europäischen Jazzszene. Er gilt als Gründer des Balkan-Jazz, als einer der ganz großen Trendsetter des Modern Jazz und als "der letzte Gralshüter des originären Bebop und Hardbop".
Er spielte mehr als 200 CDs und Schallplatten unter eigenem Namen ein. Noch immer hat der seit über 50 Jahren in München lebende Trompeter einen vollen Terminkalender.
Nach Coburg bringt Gojkovic eine prominent besetzte Belgeitband mit. Rudi Engel (Kontrabass), Bernhard Pichl (Piano), Hubert Winter (Tenorsaxophon) sind Jazz-Professoren an den Hochschulen Würzburg und Nürnberg. Zusammen mit Michael Keul (Schlagzeug) gehören sie zu den gefragtesten Musikern der deutschen und internationalen Jazzszene (Kartenreservierung: telefonisch unter 09561/90856). ct