Schnitzeljagd war gestern, heute gibt es die Hightech-Version und die nennt sich Geocaching. Von den elf Mädchen und Jungen, die sich am Mittwochnachmittag am Ausgangspunkt eingefunden haben, wissen immerhin fünf, was Geocaching ist. Wie Florentine aus Schwürbitz zu berichten weiß, braucht es dafür ein GPS-Gerät.
Von Sebastian Gack, der bereits im letzten Jahr die jungen Schatzsucher im Rahmen des Ferienprogramms der kommunalen Jugendarbeit durch die Korbstadt führte, gab es zunächst eine kurze Einführung.
Der Begriff "Geocaching" setzt sich aus "geo" (griechisch: "Erde") und "cache" (englisch: "geheimes Lager") zusammen. Caches gibt es in den verschiedensten Größen, von winzig klein bis hin zu richtigen Tresoren. Bei dieser Form der Schatzsuche darf man allerdings keine Schatzkiste im üblichen Sinn mit Gold- und Silbermünzen erwarten. Was gesucht wird, sind im Regelfall Kunststoffdosen, deren wichtigster Inhalt das Logbuch ist. "Jeder, der Lust dazu hat, kann einen Caches verstecken", klärt Sebastian Gack auf. So wie Damiel, der seinen Cache im Oktober 2006 unter der Bezeichnung "Korbstadtrundgang" an einer ganz bestimmten Stelle im Stadtgebiet versteckte. Mit dem Multi-Cache möchte der Initiator den Schatzsuchern aus nah und fern Wissen über die Deutsche Korbstadt vermitteln. Vom Schwierigkeitsgrad liegt der Korbstadtrundgang eher im mittleren Bereich.


Wie viele Schweine sind's?

Bevor Sebastian Gack sich mit den jugendlichen Schatzsuchern auf einen Rundgang durch die Korbstadt begeben hat, hat er sich davon überzeugt, dass dieser auch heute noch dort liegt, wo ihn Damiel vor zehn Jahren abgelegt hat. "Um einen Schatz muss man sich auch kümmern", erfahren die Kinder. In der Zwischenzeit hat sich einiges geändert, auch war manche Aufgabe nicht immer eindeutig zu lösen. Was die Anzahl der Schweine am Säumarkt-Brunnen betraf, darüber gab es in der Vergangenheit immer wieder Diskussionen. Von vorne betrachtet könnten es durchaus zwei Schweine sein, da vier Nasenlöcher zu sehen sind. In seiner modifizierten Anweisung verlangt Damiel die Sache von hinten zu betrachten, denn dann gibt es keinen Diskussionsbedarf mehr.
Bevor es auf Schatzsuche geht schärft Sebastian Gack den Mädchen und Jungen ein, sich vor Muggels in Acht zu nehmen. Unter Muggels verstehen Geocacher alle Nicht-Geocacher. Deshalb schaut sich mancher Schatzsucher lieber zweimal um, bevor er den Schatz hebt.
"Es wäre dumm, wenn den Schatz ein anderer finden würde", sagt Anne und erntet damit allgemeine Zustimmung. Die elektronische Schatzsuche zählt zu den beliebtesten Aktionen im Ferienprogramm.