Langensendelbach — Mit der Genehmigung der Baukosten und den vorhandenen Fördermöglichkeiten - Kommunal-Investitionsprogramm und Bayerische Städtebauförderung - befasste sich der Gemeinderat Langensendelbach. In mehreren Vorplanungs-Varianten wurde der Umbau des Rathauses bereits konzeptioniert. Grundlage war die Barrierefreiheit und energetische Sanierung.
In der Variante 2 mit innenliegendem Aufzug und Verlegung des Haupteinganges Richtung Westen wurde dieser Vorschlag mit entsprechender Kostengrundlage bei der Regierung eingereicht. Durch die Variante 3 wurde der Sitzungssaal mit entsprechender Bestuhlung zum Bürgersaal erweitert. Dies hat zur Folge, dass sich die Fläche zur Variante 2 um ein Drittel erhöht.
Der Gemeinderat hat sich für die größere Variante mit Ertüchtigung der Heizungsanlage entschieden. Durch den Städteplaner wurde das Ingenieurbüro aufgefordert, die Verdunkelungsanlagen der Fassade in die Kostenberechnung mit aufzunehmen, ebenso die Änderung des Einganges Richtung Osten und der Seilaufzug mit Über- und Unterfahrung. Das ausführende Büro teilte der Gemeinde mit, dass diese Anforderungen und Wünsche höhere Baukosten zur Folge haben.
"Mit den geplanten Maßnahmen bewahrt das Rathaus als wichtigstes öffentliches Verwaltungsgebäude seine Wertigkeit", erklärte Bürgermeister Oswald Siebenhaar (FW). Gemeinderat Simon Berninger (SPD) sagte: "Wir haben im Vorfeld das Konzept Sanierung Rathaus gemeinsam diskutiert und beschlossen, es so zu machen."


1,2 Millionen Euro Kosten

Die Kosten sollen circa 1,2 Millionen Euro betragen. Geschäftsstellenleiter Bernd Meierhöfer erklärte dazu, "der Bürger kennt sein Rathaus und wird nach Abschluss der energetischen Sanierung und barrierefreien Gestaltung ein anderes Haus am gleichen Standort vorfinden, das dann barrierefrei ist und von allen Bürgern besucht werden kann". Zur offenen Förderung im Bayerischen Städtebauförderungsprogramm teilte Meierhöfer mit, dass die Regierung von Oberfranken sehr kommunal-freundlich sei. "Jetzt ist der Zeitpunkt da, das Rathaus an diesem historisch bedeutsamen Kirchplatz mit ortsbildender Wirkung mit modernen Standards auszustatten", meinte Meierhöfer.
Der Gemeinderat beschloss mit einer Gegenstimme die jetzt fertiggestellte Planung für die energetische und barrierefreie Gestaltung des Rathauses mit den genannten Baukosten zu genehmigen. Die Baukosten werden in den Haushaltsplänen 2017/18 eingeplant.


Thema Hochwasserschutz

Die Stadt Baiersdorf teilte der Gemeinde mit, dass sie die Südableitung der Entwässerung von Igelsdorf durch ein Planfeststellungsverfahren realisieren möchte. Um hierüber Näheres zu erfahren, hatte die Gemeinde Vertreter der Wasserwirtschaftsämter Kronach und Nürnberg sowie Bürgermeister Andreas Galster (CSU) zu einem Gespräch eingeladen.
Noch offen ist die Frage, ob die Stadt Baiersdorf die Verrohrung so ausbauen kann, dass Langensendelbach später die Ableitung des Bergwiesengrabens darauf anschließen kann. Wenn Langensendelbach dies möchte, dann muss eine Kostenregelung für die zusätzlichen Kosten und den zukünftigen Unterhalt getroffen werden. Sollte die Gemeinde dies nicht wünschen, sieht sich Baiersdorf gezwungen, die Maßnahme auf das förderfähige Maß zu reduzieren.
Das bedeutet, Langensendelbach kann kein zusätzliches Wasser aus ihrer Flur über die Südableitung ab Neuweiher bis zur Regnitz ableiten. Hierzu erwartet die Stadt Baiersdorf eine klare Aussage. Kosten wurden bei diesem Gespräch nicht genannt. Bürgermeister Oswald Siebenhaar hat das Wasserwirtschaftsamt Nürnberg aufgefordert, unter Hinzuziehung des zuständigen Ing.-Büros Strunz aus Bamberg eine Kostenaufstellung vorzulegen, damit die Gemeinde im Groben ihren eventuellen finanziellen Anteil für die Südableitung erfährt und weitere Diskussionen führen kann.


Gemeinde will die Kosten wissen

"Wenn wir uns im Februar/März entscheiden sollen, dann müssen wir wissen, was finanziell auf uns zukommt", so Bürgermeister Siebenhaar. "Es ist uns nicht möglich, ohne Kostenaufstellung zum jetzigen Zeitpunkt eine Entscheidung zu treffen. Das Thema Hochwasserschutz bleibt auf alle Fälle spannend", meinte Siebenhaar.