Ebermannstadt — Ebermannstadt gehört zu den Gemeinden und Städten in Deutschland, die jetzt beim LTE-Ausbau der Telekom mit dabei sind. Long Term Evolution, kurz LTE, ist die vierte Mobilfunkgeneration. Ab sofort können die Bürger in Ebermannstadt ihre Fotos, E-Mails und Musikdateien einfach über die Luft schicken - und zwar in ähnlich hohem Tempo wie im Festnetz.
"Damit haben wir die Möglichkeit, auch solche Orte mit schnellen Internet-Zugängen zu versorgen, die bisher nicht zu erreichen waren", sagt Bruno
Jacobfeuerborn, Geschäftsführer Technik Telekom Deutschland.
Man komme damit dem Ziel näher, möglichst jedem einen schnellen Internet-Anschluss anzubieten. Wie ein lokaler Radiosender versorgt ein LTE-Standort die Bewohner im Umfeld mit seinem Programm - dem schnellem Internet.

800 Megaherz

Moderne Handys, Smartphones und Tablets können LTE standardmäßig empfangen. Ältere Laptops und PCs können über einen USB-Stick fit für das mobile Internet gemacht werden.
Der Stick übernimmt die Rolle einer Antenne und empfängt und versendet die Daten. Außerdem gibt es LTE-Router, die das Signal auffangen und damit in der Wohnung oder dem Büro ein WLAN-Netz aufbauen. Auf diese Weise können mehrere Geräte gleichzeitig ins Internet gehen. LTE wird auf unterschiedlichen Frequenzbändern eingesetzt.
Die Faustformel: Je niedriger das Frequenzband, desto höher die Ausbreitung der Funkzelle. Deshalb setzt die Telekom im ländlichen Raum LTE im Frequenzband 800 Megaherz ein. Die Funkzellen haben einen Radius von bis zu zehn Kilometern und sind ideal für die Versorgung großer Flächen geeignet. Die Übertragungsgeschwindigkeit beträgt bis zu 50 Megabit pro Sekunde (MBit/s). Jeder zweite Deutsche ab zehn Jahren nutzt heute bereits das Internet mobil. Laut Statistischem Bundesamt stieg die Zahl von 2012 bis 2013 um 43 Prozent von 20,8 Millionen auf 29,7 Millionen Menschen.

Zunahme um 50 Prozent

Unter den 16- bis 24-jährigen
Internetnutzern beträgt der Anteil mobiler Onliner knapp 81 Prozent. Bei den über 44-Jährigen liegt der Anteil bei 33 Prozent.
Im Vergleich gab es in allen Altersklassen starke Zuwächse bei der mobilen Internetnutzung. Bei den über 44-Jährigen
nahm der Anteil der Onliner demnach beispielsweise um 50 Prozent zu. red