Die Stadt Münnerstadt hat offiziell ihr Interesse zur Teilnahme an einem Energieeffizienz-Netzwerk bekundet. Die Mitglieder des Bau- und Umweltausschuss fassten in der jüngsten Sitzung einen entsprechenden Beschluss.
Vorausgegangen war eine ausführliche Information durch Ingo Schloers, Leiter Kommunen und Kooperationen Oberfranken und Unterfranken bei der Bayernwerk AG.


Fünf bis zwölf Kommunen

Es gehe darum, ein Netzwerk mit fünf bis zwölf anderen Kommunen zu bilden, erläuterte der Fachmann. Ziel ist die Energieeinsparung und damit die Verminderung des Kohlendioxid-Ausstoßes. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von der Hochschule Amberg.
Zunächst wird erst einmal geschaut, wo die Kommunen stehen, wo es mögliche Projekte gibt. Dem folgt eine drei Jahre dauernde aktive Phase, in der es an die Umsetzung geht. Ingo Schoers betonte aber, dass der Stadtrat jederzeit das Heft des Handelns in der Hand hat, denn die Umsetzung einzelner Projekte sei zwar wünschenswert, obliege aber einem jeweiligen Beschluss des Stadtrats.
Wichtig: Für das Projekt fließen auch Fördermittel, beispielsweise für die vier Mal im Jahr stattfindenden Treffen. Zu einem Netzwerk gehören Kommunen in unmittelbarer Nähe, es sollen aber auch welche in größerer Entfernung dabei sein, um einen weiteren Blick auf die Dinge zu bekommen.


Ausschließlich Zustimmung

Bürgermeister Helmut Blank (CSU), Fabian Nöth (Neue Wege) und Dieter Petsch (Forum aktiv) zeigten sich sehr positiv angetan von der Möglichkeit. Besonders die Kläranlage sei ein extremer Energiefresser, betonte der Rathauschef, der sich Hoffnungen macht, durch das Netzwerk Einsparungen zu erzielen. Zum Netzwerk von Münnerstadt werde sicher auch die Gemeinde Nüdlingen kommen, die über die gleiche Kläranlage mit den gleichen Problemen verfügt, so Helmut Blank. "Die warten nur auf unsere Entscheidung." Da der Bauausschuss die Befugnis habe, bat er kurzfristig darum, die Interessensbekundung zur Teilnahme am Netzwerk zu beschließen. Dem folgten die Mitglieder einstimmig.