Das Führungsteam des "Instituts Heinz" aus Münnerstadt hat im Kulturreferat von Schweinfurt seine Bewerbung um die Leitung der Kunsthalle abgegeben. Mia Hochrein, Jan Polacek und Stefan Winkler, die sich seit fünf Jahren im/ als "Institut Heinz" um künstlerische Verschönerungen des Raums in Unterfranken engagieren, sehen sich als "Triumvirat" geeignet, die Nachfolge von Dr. Erich Schneider zu übernehmen.
In Fragen der Ästhetik sei man gut aufgestellt, so das Team. Im "Institut Heinz" widme man sich seit 2010 der theoretischen und performativen Umsetzung vieler Ideen zur Förderung der Kunst. "Unsere Stärken liegen in der Aktionskunst", sagt Mia Hochrein, die seit vielen Jahren in ihrer Heimatstadt und international tätig ist.


Öfters mal bei freiem Eintritt

Jan Polacek (Bildhauer) weist darauf hin, dass auch in der Kunsthalle eine breitere Besucherschicht angesprochen werden soll. Ideen habe "das Institut" als Konzept vorgestellt, unter anderem soll regelmäßig bei freiem Eintritt im großen Saal die Performance "Bürgerbad" durchgeführt werden. Stefan Winkler arbeitet seit vielen Jahren im deutschen und internationalen Kunstbetrieb. Zu viel wolle man im Voraus jedoch nicht verraten, so Winkler, die Neugier bleibe schließlich eine der größten Triebkräfte des künstlerischen Lebens. Im "Institut Heinz" konzipieren die drei Kunstschaffenden seit vielen Jahren Kunstprojekte. "Wir sehen uns auch deshalb besonders geeignet für die Leitung der Kunsthalle, weil wir im Institut von Anfang an die künstlerische Arbeit mit dem institutionellen Verwaltungsaufwand verbinden und diese mit Können, Kunstverstand und Kulturgenuss in regionaler Eingebundenheit erfüllen", schreibt das Team im Bewerbungsschreiben.


Netzwerk geschaffen

Dazu gehöre ein bundesweites und internationales Netzwerk, mit dem das Triumvirat sich sicher über die Untiefen der Verfilzungen im Kunstbetrieb bewegen will, die die Leitung eines solch renommierten modernen Hauses mit sich bringen mag. Zuversichtlich sehen die drei "Heinze" dem Auswahlverfahren entgegen. Momentan sei niemand zu sehen, der in allen relevanten Bereichen mehr punkten könne. Die jahrzehntelange Verbundenheit zu Schweinfurt spiele dabei eine große Rolle, und "weil die Verankerung in den ozeanischen Gefühlen der unterfränkischen Befindlichkeit für das Institut in den Genen liegt". red