Die meisten von Inkontinenz Betroffenen leiden still. Vor allem Erwachsenen ist die Situation, nicht mehr Herr über die eigene Blase oder den Darm zu sein, peinlich. "Dabei ist es wichtig, sich in Behandlung zu begeben, um die Ursachen für die Probleme auszumachen und gezielt zu behandeln", sagt Prof. Klaus Matzel, einer der Sprecher des interdisziplinären Kontinenz- und Beckenbodenzentrums des Universitätsklinikums Erlangen. Welche Auslöser es für eine Inkontinenz bei Frauen und Männern gibt und welche Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen und warum es wichtig ist, das Schweigen um die Symptome zu brechen, darüber spricht Matzel zusammen mit seinen Kollegen Dr. Michael Rogenhofer und Dr. Mathias Winkler in ihrer Bürgervorlesung "Inkontinenz - kein Tabu!" am Montag, 6. Februar.
Es klingt wie die einfachste Sache der Welt und für Kinder ist es ein bedeutender Schritt in ihrer Entwicklung: Das Kontrollieren der Schließmuskeln in Blase und Enddarm. Aufgrund zahlreicher Umstände kann dieses Vermögen allerdings verloren gehen und der Mensch ist nicht mehr in der Lage, seinen Urin oder Stuhl zu halten. Hervorgerufen werden kann eine Inkontinenz beispielsweise durch eine Nervenschädigung, einer Beckenbodenschwäche sowie einer neurologischen oder psychischen Erkrankung.
So vielfältig die Ursachen, so unterschiedlich sind auch die Möglichkeiten, sich dem zu oft verschwiegenen Thema zu stellen. Am Uni-Klinikum Erlangen ist das interdisziplinäre Kontinenz- und Beckenbodenzentrum eine zentrale Anlaufstelle für Patienten mit allen Arten der Inkontinenz.
Der Vortrag findet am Montag, 6. Februar, 18.15 Uhr, im Rudolf-Wöhrl-Hörsaal, Östliche Stadtmauerstr. 11, in Erlangen statt. Der Eintritt ist frei. red