Um rechtliche Fragen von Asylsuchenden und Flüchtlingen zukünftig besser beantworten zu können und den Umgang mit Behörden durch Fachwissen zu vereinfachen: Dazu diente ein Informationsabend, zu dem die hauptamtliche Ehrenamtskoordinatorin der Stadt Bamberg, Susanne Sennefelder, zusammen mit Katharina Krekel von "Freund statt fremd e. V." und Evelyn Konschala vom Migrationssozialdienst der Arbeiterwohlfahrt eingeladen hatte.
Vor rund 40 Ehrenamtlichen sprach Rechtsanwalt Yunus Ziyal im Renaissancesaal des Rathauses Geyerswörth zum Thema Asylrecht. Gefördert wurde die Veranstaltung im Rahmen des Projektes "Hauptamtliche Ehrenamtskoordination Asyl" vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration sowie von der Stadt Bamberg.
Der in München und Nürnberg tätige Rechtsanwalt Yunus Ziyal, mit dem Fachgebiet Asylrecht, erklärte ausführlich und verständlich den Ablauf des Asylverfahrens in Deutschland. Im Zentrum standen dabei relevante Aspekte von der Ankunft der Asylsuchenden in Deutschland über die Anerkennung bis zum Familiennachzug nach neuer Gesetzeslage. Ziyal erläuterte, wie wichtig "harte Fakten" für ein möglichst reibungsloses Asylverfahren sind und wie einer drohenden Abschiebung mit rechtlichen Mitteln begegnet werden könne. Im Anschluss an den Vortrag gab es die Möglichkeit, konkrete Fälle zu diskutieren.
Zentraler Rat und Empfehlung Ziyals für die Asylbewerber ist es, die oft lange Zeit des Wartens sinnvoll zu nutzen. Dies könne etwa durch die Teilnahme an Deutschkursen oder eine Ausbildung geschehen. Dies sei allerdings kein Garant für ein Bleiberecht. Zugleich warnte er vor Verallgemeinerungen: Was für einen Asylbewerber gilt, muss nicht für alle gelten, da auch fast identische Fälle unterschiedlich behandelt werden können. Die Resonanz des Abends war rundum positiv. Im Laufe des Jahres sollen weitere Vorträge und Schulungen angeboten werden, so Sennefelder. ft