von unserem Mitarbeiter werner reissaus

Himmelkron — Mit der Vergabe der Bauleistungen für die Dorferneuerungsmaßnahme "Bauhof" inmitten des Ortskerns von Himmelkron hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstagabend die größte Baumaßnahme für das kommende Jahr auf den Weg gebracht. Die öffentliche Ausschreibung der Arbeiten durch Landschaftsarchitekt Wolfgang Sack brachte eine Vergabesumme von 580 975 Euro, die damit deutlich unter der veranschlagten Kostenschätzung von rund 700 000 Euro liegt. Den Auftrag erhielt die Oelsnitzer Bau- und Service GmbH aus dem Vogtland. Im Zuge der Arbeiten wird nicht nur die Ortsmitte von Himmelkron neu gestaltet, sondern auch das Umfeld mit den angrenzenden Straßen.
Positiv auf die Gesamtkosten habe sich nach den Worten von Bürgermeister Gerhard Schneider (CSU) vor allem die längere Bauzeit ausgewirkt, denn die Gemeinde ist auch bereit, notfalls das Straßenfest am Pfingstmontag zu verschieben. Die Oelsnitzer Bau- und Service GmbH wird in zwei Wochen mit den Arbeiten am "Bauhof" beginnen, als Fertigstellungstermin ist der 29. Juli 2016 geplant.
Der Weiler Kieselhof mit insgesamt 12 Bewohnern wird an die öffentliche Wasserversorgung der Gemeinde Himmelkron angeschlossen. Der rund 600 Meter entfernte Kunigundenhof mit derzeit einer Bewohnerin wird dagegen weiterhin über einen Hausbrunnen versorgt. Bernd Krainhöfner vom Bauamt der Gemeinde berichtete, dass man frühzeitig mit dem Wasserwirtschaftsamt Hof Kontakt aufgenommen habe. Dabei konnte auch geklärt werden, dass die Maßnahme bis Kieselhof mit Staatsmitteln gefördert werde. Für das Löschwasser wird von der Verwaltung die Nutzung einer aufgelassen Güllegrube vorgeschlagen.


288 000 Euro fürs Wasser

Die Kosten wurden für eine herkömmliche Bauweise mit 288 000 Euro ermittelt. Bauamtsleiter Bernd Krainhöfner: "Diese Kosten haben uns sehr überrascht, denn wir sind bisher von 100 000 Euro ausgegangen." Es soll deshalb versucht werden, die Zuleitung dort, wo es möglich ist, einzupflügen, um eine deutliche Kostensenkung zu erreichen. Bei Baukosten von 288 680 Euro würde die Gemeinde einen Zuschuss von knapp 60 000 Euro erhalten, sodass sich der Eigenanteil der Gemeinde auf 228 680 Euro belaufen würde. Sobald die Zustimmung von der Regierung vorliege, soll der Bau beginnen.
Zurückgestellt wurde die Entscheidung über einen Anschluss des Anwesens Streit 4 an die öffentliche Wasserversorgung. Hier würden Kosten von 37 600 Euro anfallen, und die sind Bürgermeister Gerhard Schneider für einen Einzelanschluss doch etwas zu hoch. Er schlug vielmehr vor, im Zuge der Breitbandversorgung der dortigen Anwesen einen Stufengraben zu schaffen, in dem auch die Wasserleitung verlegt werden kann.