"Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr." So uralt das Sprichwort sein mag, so sehr hat es seine Gültigkeit behalten. Besonders wichtig scheint dies in Sachen gesunder Lebensweise.
Genau darauf zielte die Aktion der Fußball-Jugendabteilung des TSV 1860 Staffelstein und der Adam-Riese-Schule ab - ohne erhobenen Zeigefinger, aber mit Spaß und Aha-Effekt. "Bewegung soll Spaß machen", sagt Alexander Krappmann, der die Aktion mit Thomas Löffler organisierte.
Sportlicher Ehrgeiz packte die Schüler der fünften bis neunten Jahrgangsstufe an den Stationen des Fußballparcours. Schüler, die lieber das Tanzbein schwingen, kamen ebenfalls auf ihre Kosten mit Zumba-Trainerin Ines Rottenbacher. "Auf dem Sofa mit der Playstation kann man keine Muskeln aufbauen", sagte sie und wies darauf hin, dass sich durch Bewegungsmangel die Anfälligkeit für Krankheiten erhöhe und Sport die Konzentration fördere. Nachdenklich zeigten sich die Schüler bei den Vorträgen von Ernährungsberater Andrej Pacholsky sowie Selbstheilungscoach und Osteopath Kurt Hörmann. Pacholsky berichtete, wie er - einst 110 Kilo schwer - nicht zuletzt durch eine Ernährungsumstellung 36 Kilogramm abnahm. Er fragte: "Wer von euch hat hin und wieder Kopfschmerzen?" Da gingen einige Finger nach oben. Mit vitaminreicher, fettarmer und abwechslungsreicher Kost ließe sich viel bewirken. "Euer Körper ist quasi wie ein Betriebssystem. Ungesunde Lebensweise raubt euch die Energie", betonte Hörmann.
Er hielt zwei Batterien in die Höhe: "Ihr habt es selbst in der Hand, ob euer Akku voll ist oder halbleer." Rauchen und Fast-Food seien Energieräuber. "Super - eine großartige Sache", lobte Astrid Balzar als Rektorin. "Es ist besser, wenn das Umdenken bei euch nicht erst mit 30 Jahren einsetzt", lautete ein prägender Satz von Pacholsky. dell