von unserem Mitarbeiter Günther Geiling

Eltmann — Französische Stimmen ließen sich immer wieder in den vergangenen Tagen in Eltmann vernehmen. Grund dafür: der Schüleraustausch, dank dem 24 Jugendliche für eine Woche in Eltmann weilten, ihre Sprachkenntnisse erweiterten, aber auch Sehenswürdigkeiten in der Umgebung besuchten. Die gleiche Zahl von Schülern aus der Wallburg-Realschule wird im Herbst zu einem Gegenbesuch nach Frankreich starten.
Seit 40 Jahren gibt es die Partnerschaft des Landkreises Haßberge mit dem Distrikt in Südfrankreich, und im Jahr 2007 haben auch die Stadt Eltmann und die Stadt Saint-Paul-Trois-Chateaux eine Partnerschaftsurkunde unterzeichnet. Sie soll dazu beitragen, die deutsch-französische Freundschaft zu verstärken und zu beleben.
Während in den Gymnasien der Fremdsprachenunterricht eine ganz andere Bedeutung hat und Sprachenaustausch seit Jahrzehnten zum festen Programm zählte, ist die Wallburg-Realschule Eltmann die einzige Realschule im Landkreis, die seit 2014 den Austausch mit Frankreich pflegt.
Zum zweiten Mal waren nun 24 französische Schüler der siebten Klassen auf ihrer "en route pour l'Àllemagne" und speziell in Eltmann und konnten sich über ein abwechslungsreiches Programm freuen. Die Schüler waren begleitet von drei Begleitern, darunter Beatrix Straub, Deutschlehrerin an der französischen Schule. Für die Wallburg-Realschule hatte Austauschlehrer Günther Kerschensteiner alles bestens organisiert, so dass sich die Gäste sowohl in der Schule als auch bei ihren Gastfamilien wohlfühlten. Natürlich bereitet dabei die gegenseitige Verständigung ihre Probleme, denn die deutschen Partner haben erst ein knappes Jahr Französisch. Und auch für die Franzosen ist es nicht so leicht. Sie kommen nämlich aus der Schule, in der sie als erste Fremdsprache "Deutsch" gewählt haben, und da kann man sich im Notfall auch nicht mit Englisch verständigen. Aber dafür gibt es ja Füße und Hände, Wörterbücher oder Google und vieles andere mehr.

Wie funktioniert die Sprache?

Schwerpunkt beim Schüleraustausch war die Beschäftigung mit den Sprachen. Dazu besuchte man den Unterricht, hospitierte in den Klassen auch einmal über alle Fächer hinweg, denn auch über das deutsche Schulsystem sollen ja Informationen bereitgestellt werden. Außerdem ist beim gemeinsamen Kochen in der Schule und bei den Freizeitaktivitäten das gegenseitige Gespräch hilfreich.

Am Main und im Schwimmbad

Im Rahmenprogramm besuchten die Jugendlichen den Bewegungsparcours in Eltmann, sie wanderten zum Naturlehrpfad nach Tretzendorf oder erholten sich im Schwimmbad in Eltmann. Bei einer Stadtführung in Bamberg lernten sie die "Faszination der Weltkultur erbestadt Bamberg" kennen. Und auch die fränkische Gemütlichkeit kam beim Besuch des Biergartens in Trossenfurt und beim Grillfest mit den Gasteltern auf der Mainhalbinsel nicht zu kurz. Für viele Schüler vergingen die Tage viel zu schnell. Aber es dauert nicht mehr lange: Der Gegenbesuch in Frankreich läuft vom 22. bis 29. September.