Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) hat im Rathaus die Auszeichnungen für den "Energiepreis der Stadt Bamberg 2015" überreicht. Auch diesmal wurden damit wieder lokale Projekte und Unternehmen geehrt, die mit gutem Beispiel in den Bereichen Energieeinsparung, Einsatz regenerativer Energien oder auch energetischer Gebäudesanierung und Mobilität vorangehen. Der mit 1500 Euro dotierte Hauptpreis ging an die Firma Kaspar Schulz für ihr Projekt "Energie-Effizienzoffensive". Über den zweiten Preis und 1000 Euro konnte sich die Firma Rupp & Hubrach Optik GmbH freuen. Anerkennungspreise erhielten Carsharing von Ökobil e.V. und Rolands Alpin Laden GmbH.
Das Projekt "Energie-Effizienzoffensive" der Firma Kaspar Schulz Brauereimaschinenfabrik & Apparatebauanstalt e.K. überzeugte die Jury durch ihr ganzheitliches, medienübergreifendes Konzept zur Energieeinsparung, heißt es in der Mitteilung aus dem Rathaus. Ausgangspunkt waren die Pläne für einen Neubau. Die Umsetzung eines umfassenden Maßnahmenpakets für den Neubau unter Einbeziehung der Anlagen und Gebäude zeige beispielhaft, dass Wirtschaftswachstum nicht zwingend zu einem steigenden Energieverbrauch führen muss: Durch Nutzung unter anderem von Abwärme und Eigenstromerzeugung mit Photovoltaik-Anlage und Blockheizkraftwerk blieb der Energieverbrauch unverändert - trotz Vergrößerung der Produktionsfläche um 50 Prozent. Für dieses Klimaschutz-Engagement konnten Johannes Schulz-Hess und Jörg Binkert von der Firma Kaspar Schulz den Hauptpreis entgegennehmen.


Rad statt Auto

Die zweitplatzierte Firma Rupp & Hubrach Optik GmbH ging mit gleich zwei Bewerbungen ins Rennen: Zum einen mit dem Projekt "Erneuerung der Kältemaschine" und zum anderen mit einem Jobrad-Projekt. Die Erneuerung der Kältemaschine bringt Rupp & Hubrach eine Energieeinsparung von rund 52 Prozent. Das entspricht dem Stromverbrauch von rund 53 Haushalten.
Das zweite Projekt, "Jobrad - Rad statt Auto" ist ein Konzept, um Anreize für Mitarbeiter zu schaffen, ihr Auto stehen zu lassen. Ab einer Kaufsumme von 999 Euro beteiligt sich die Firma an der Finanzierung eines Fahrrads oder E-Bikes ihrer Mitarbeiter. Das lohnt sich: Jeder mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zurückgelegte Kilometer erspart der Umwelt bis zu 150 Gramm Kohlendioxid.
Einen Anerkennungspreis erhielt das Carsharing von Ökobil e.V. Indem sich die Mitglieder keine eigenen Autos kaufen, sondern teilen und bei den Autos auch noch großer Wert auf geringen CO2 -Ausstoß, Elektro- und Hybridfahrzeuge legen, leistet Ökobil e.V. einen wertvollen Beitrag zur umweltfreundlichen Mobilität in der Stadt.
Ebenfalls einen Anerkennungspreis verdiente sich Rolands Alpin Laden, der seine gesamte Ladenbeleuchtung auf LED umgestellt hatte. Dadurch wird eine kontinuierliche Energieeinsparung von 51 Prozent erzielt. Durch die daraus resultierende geringere Wärmeentwicklung wird im Sommer kein Ventilatorenbetrieb mehr notwendig.
In seiner Rede wies OB Starke auf den hohen Stellenwert hin, den der Energie- und Klimaschutz in der Stadt Bamberg einnehme. Der Oberbürgermeister gratulierte allen Gewinnern zum Gelingen dieser beispielhaften Projekte und bedankte sich bei den Sponsoren (Stadtwerke Bamberg, Sparkasse Bamberg, Umweltamt der Stadt Bamberg), welche die Auslobung des Energiepreises mit Geldpreisen ermöglicht hatten. red