Das Sportheim war rappelvoll, so viele Pautzfelder wollten sich darüber informieren, wie es mit der Dorferneuerung voran- und weitergeht. Bürgermeister Torsten Gunselmann (FWG) zeigte sich erfreut über das "Facelifting".
Wer jetzt nach Pautzfeld komme, den "hauts vom Hocker", sagte er. Der milde Winter hätte nur einen kurzen Baustopp erfordert, so dass die Arbeiten an der Ortsdurchfahrt im Mai abgeschlossen werden könnten.
Erika Stubenrauch stellte die Planungen für den Straßenraum rund um den Weiher vor: Die Fläche wird gepflastert, das alte Bushäuschen kommt weg, die Fahrstraße an der Kirche wird zum Fußweg und die Mauer zum Weiher verschwindet, so dass hier ein flacher Zugang möglich ist. Da die alte Mauer an der Straßenseite nicht mehr standfest sei, werde eine Schwergewichtsmauer gesetzt.
Damit auch während eines heißen und trockenen Sommers aufgrund des Sauerstoffmangels im Weiher keine Wasserlinsen und Algen wachsen können, empfahl Stubenrauch den Einsatz einer mobilen Wasserdüse. Vor dem Feuerwehrhaus könne ein kleiner Festplatz entstehen und am Auslauf des Weihers eine Plattform als Aussichtspunkt: "Wie eine kleine Brücke", erklärte Stubenrauch.
Als Rainer Albart vom Amt für Ländliche Entwicklung die Anwesenden fragte, ob jemand gegen diese Planung sei, waren alle einstimmig dafür, dass diese so umgesetzt werde. Ein Pautzfelder sorgte sich um die künftige Pflege des Weihers, Bürgermeister Gunselmann gab sich aber zuversichtlich: "Ich glaube nicht, dass hier gereinigt werden muss, so sauber, wie die Pautzfelder sind."
Architekt Jürgen Schönfelder erläuterte anschließend die Planungen zum Gemeinschaftshaus. Für dieses habe Gunselmann erreicht, dass die Gemeinde nur noch zehn bis 20 Prozent der Kosten tragen muss, weil fast das gesamte Bauvolumen durch Zuschüsse finanziert werde.
Vom Amt für Ländliche Entwicklung gibt es 200 000 Euro, dazu Zahlungen von der Landesstiftung für Denkmalpflege, der Oberfrankenstiftung und dem Entschädigungsfonds. "So fällt es uns deutlich leichter, das Haus instand zu setzen", zeigte sich Gunselmann sichtlich erfreut.
Schönfelder zeigte auf Fotos den Zustand des Gebäudes und lobte die Dorfgemeinschaft, die kräftig mitgeholfen habe, als beispielsweise der Kamin abgebrochen und die Fundamente freigelegt wurden. Jetzt müsse noch entschieden werden, was mit der Scheune passieren soll, die zum Ensemble des Hauses mit Brunnen und Backhaus gehört, ergänzte Gunselmann.
Das ALE unterstütze die Sanierung nur dann, wenn es für diese ein Nutzungskonzept geben wird. Der Bürgermeister könnte sich vorstellen, dass die Scheune eine Festscheune für den Sommer wird, aber er brauche dafür die Unterstützung der Dorfgemeinschaft, sagte er zu den Pautzfelder Mitgliedern des Hallerndorfer Gemeinderates und der Teilnehmergemeinschaft.
Der Nachbar der Scheune zeigte sich davon allerdings nicht begeistert und befürchtete, dass jedes oder jedes zweite Wochenende dort ein Fest gefeiert werden würde. Wenn die Pautzfelder die Sanierung der Scheune wollen, könne die Sanierung unterstützt werden, versicherte Albart. Allerdings müsse dann das Gebäude aktiv von den Bürgern der Gemeinschaft genutzt werden. Als er die Bürger abstimmen ließ, sprachen sich alle einstimmig für das Projekt aus.