Kreis Haßberge — Äußerst friedlich und ruhig sind die zahlreichen Maifeiern am verlängerten Wochenende im Landkreis verlaufen. Die Polizei meldete nur einen einzigen Zwischenfall, und der ist auch eher harmlos.
Was war passiert? Vom in der Dorfstraße in Unterhohenried in einer Scheune gelagerten Maibaum sägte ein Unbekannter die Spitze ab, so dass ein Schaden in Höhe von 200 Euro entstanden ist. Ereignet hat sich der "Streich" in der Zeit von Mittwoch, 22 Uhr, bis Donnerstag 13 Uhr. Wer kann der Polizei in Haßfurt Hinweis zu dem Vorfall geben?
Das größte Spektakel spielte sich im Zeiler Stadtteil Krum ab. Dort feierten die Einheimischen und Gäste die Walpurgisnacht.
Lange hatten die Krümler geplant, um die 20. Walpurgisnacht zu einem besonderen Ereignis werden zu lassen. So sollte zum Beispiel eine Band aus Nürnberg spielen, einige Showeinlagen und zwei Feuerwerke stattfinden sowie am Schlossberg die Zahl 20 mit Fackeln abgesteckt werden. Aber dann machte das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Mit den Showeinlagen, den Fackeln in den Weinbergen und dem zweiten Feuerwerk wurde es nichts. Um das Fest nicht zum Minusgeschäft werden zu lassen, wurde auch der Kapelle abgesagt. Der aus Krum stammende Alleinunterhalter Franz Huber sprang wie selbstverständlich ein. Die Krümler hatten damit die passende Musik.
Nach einem kleinen Feuerwerk zogen die Hexen und Waldgeister mit lautem Geschrei und Gerassel zum Festplatz. Nach einigen Tänzen um das Lagerfeuer erhielten die Gestalten ihre Anweisung vom Oberhexenmeister, dargestellt von Festinitiator Josh Mahr: "Es ist nun an der Zeit, den Winter zu verbannen, Hexen, nehmt ihn gefangen!" Das ließen sie sich nicht zwei Mal sagen und stürzten sich auf den "Winter", der keine Chance hatte zu entkommen. Gefangen in einem Gitterwagen, wurde er dann aus dem Dorf gefahren. ks/cl