Zum Glück hatte sich die Sonne am Samstag rechtzeitig für das Wochenende zurückgemeldet - darüber freute sich besonders die Kerwagemeinschaft Greuth.
Im östlichsten Höchstadter Ortsteil wird nur drei Tage gefeiert und das Bierfässla wird auch nur von der Kerwagemeinschaft und nicht vom Bürgermeister angestochen.
Am Samstagnachmittag stand das Baumaufstellen auf dem Programm. Von überall her strömten Menschen in roten und blauen Shirts herbei. Die in den roten Shirts hatten Musikinstrumente unterm Arm. Das war die "Greuther Blos'n", die Blaskapelle, die sich einzig zu diesem Fest zusammentut.
Der geschmückte Baum wartete schon und langsam formierte sich ein richtiger kleiner Festzug. Voran marschierten einige jüngere Mitglieder der Kerwagemeinschaft mit ihren Schildchen, dann die Blaskapelle und letztendlich der 22,85 Meter lange Kerwasbaam, begleitet von den jungen Burschen und gezogen von einem alten Fendt, Baujahr 1960. Am Steuer Anna Groschwitz.
Ein Fässla Bier zur Stärkung aller "Schwerstarbeiter" wurde natürlich mitgezogen und Maskottchen Herbert, ein ausgestopfter Steinmarder, durfte auch nicht fehlen. Mehr oder weniger deftige Kerwasliedla schmetternd und immer wieder den Durst löschend zog man ums Dorf herum und dann ins Zentrum. Nach 20 Minuten stand der Baum aus dem Staatswald in der Senkrechten. "Baum-Capo" Wolfgang Ackermann sorgte dafür, dass die Ficht'n am Ende auch wirklich grad stand.
Mit Kaffee und Kuchen ging's weiter und am Abend brachte die Band "Die Gerchli" fetzige Stimmung ins Festzelt und DJ "Nikk" regierte in der Bar.
Der Sonntag begann mit einem Gottesdienst in der Josefs-Kapelle und anschließendem Weißwurst-Frühschoppen. Die "Blaskapelle Zentbechhofen" sorgte derweil für gute Laune. Am Nachmittag wurde es beim extra tollen Kinderprogramm überhaupt nicht langweilig. Reinhold Eberlein steigerte mit seiner Unterhaltungsmusik die ohnehin schon gute Kerwasstimmung.
Der heutige Montag läutet dann das Kerwasende ein. Ab 14 Uhr startet der Festbetrieb bei Kaffee und Kuchen und ab 17 Uhr verführen die beliebten Greuther Salzknöchla mit Kraut und Brot alle Gäste zum Genießen. Ab 18 Uhr bringen die zwei Stimmungskracher aus der Rhön, das "Duo Con Brio" zum Ausklang noch einmal richtigen Schwung ins Festzelt.
Einen Teil des Erlöses der Kerwa spendet die Kerwagemeinschaft wie immer auch heuer wieder einem guten Zweck.