Einen würdigen Platz bekommt der alte Tresor der Raiffeisen-Volksbank in Buch am Forst. Die freiwillige Feuerwehr will den zentnerschweren Stahlkoloss in den neuen Jugendraum stellen, der zurzeit in den ehemaligen Geschäftsräumen der Bank entsteht. Wertvolle Protokollbücher, Dokumente und alte Inventarlisten, Kopien aus dem Bamberger Staatsarchiv, sollen dort aufbewahrt werden.
Das gab Vorsitzender Siegolf Dehler bei der gut besuchten Hauptversammlung bekannt. In dem etwa 80 Quadratmeter großen Raum soll die Ausrüstung der Feuerwehranwärter untergebracht werden und ein Schulungsraum entstehen. Ein Zimmer wird für den Kommandanten und Vorsitzenden reserviert, in dem auch das Archiv Platz findet. Der Ausbau wird von freiwilligen Helfern durchgeführt, die an Wochenenden fleißig werkeln. Das Material stellt die Stadt zur Verfügung. Im Herbst beginnt der Innenausbau, im kommenden Jahr soll Einweihung gefeiert werden.
"Die Jugend braucht ihr eigenes Domizil", davon ist der Vorsitzende überzeugt, der mit Kommandant Matthias Zirkelbach und Jugendwartin Lisa Dominik viel Geduld und Zeit in die Jugendarbeit investiert. Sieben Feuerwehranwärter betreut Lisa Dominik, die an einem Seminar für Führungskräfte der Bayerischen Jugendfeuerwehr in Beilngries teilgenommen hatte. Geübt werde fleißig. Zum Beispiel bei einer 24-Stunden-Übung mit verschiedenen Rettungsszenarien. "Mit 12 Jahren können Mädchen und Jungen bereits der Jugendfeuerwehr beitreten. Dort lernt man wichtige Grundlagen für den späteren Feuerwehrdienst", erläuterte sie. Mit 16 Jahren könne man die Feuerwehrgrundausbildung absolvieren und teilweise schon an richtigen Einsätzen teilnehmen. Der Blick des Vorsitzenden ist aber noch weiter in die Zukunft gerichtet. Bei der Hauptversammlung schlug er eine Satzungsänderung vor, nach der schon Sechsjährige Mitglied werden können. Der Grund sei simpel, sagte er auf Nachfrage: "Zur Feuerwehr dürfen offiziell nämlich erst Zwölfjährige als Anwärter. Und das ist oft zu spät. Die Kinder sind dann meist längst in anderen Organisationen wie etwa dem Sportverein aktiv und hätten keine Zeit mehr für die Feuerwehr."
Am 7. Mai sei ein Kindernachmittag bei der Feuerwehr geplant. Bei den Satzungsänderungen wurden auch alte Zöpfe abgeschnitten. So werden Mitglieder mit 65 Jahren nicht automatisch Ehrenmitglieder, allerdings sind sie beitragsfrei. Am 13. und 14. August ist das Dorffest geplant. Am 2. und 4. September geht es beim Feuerwehrausflug nach Bremen. Auf Kosten des Vereins sollen acht Atemschutzträger die Brandübungsanlage in Bamberg besuchen. Kommandant Matthias Zirkelbach berichtete von 9320 Stunden, die ehrenamtlich im Berichtsjahr geleistet wurden, 108 mehr als im vergangenen Jahr. Davon entfielen auf Einsätze 693, auf Ausbildung 7259 und auf Sicherheitswachen 1368 Stunden. 34 Aktive, sechs Gruppenführer, acht Atemschutzträger und 13 Maschinisten stünden für Einsätze zur Verfügung. 20 Kameraden hätten die Ausbildung zum Digitalfunk abgeschlossen.
Der in die Jahre gekommene Mannschaftstransportwagen (MTW) müsse bis zum Tüv im Juli 2017 ersetzt werden. awe