von unserer Mitarbeiterin 
Christiane Reuther

Limbach — Seit drei Jahrzehnten steht der Name Gerd Spitzner für dieses Ereignis: das Mariensingen in der Wallfahrtskirche Maria Limbach organisiert der Gochsheimer nun seit 31 Jahren. Getragen von der Erkenntnis, fast vergessenes Liedgut zur Verehrung der Muttergottes in Marienkirchen Unterfrankens darzubieten, hatte die Arbeitsgemeinschaft Fränkische Volksmusik Unterfranken zum 31. Mariensingen nach Maria Limbach eingeladen. Zahlreiche Marienverehrer aus nah und fern genossen am Sonntagnachmittag musikalisch den Lobpreis der Gottesmutter.

Traum wurde Realität

1983 gab es die Vision zu dem Mariensingen. Dass solch eine Veranstaltung einmal Wirklichkeit werden würde, hätten sich sich die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Fränkischer Volksmusik damals erst nicht träumen lassen. Aber: "Der Traum wurde Wirklichkeit", meinte Spitzner, evangelischer Christ und langjähriges Vorstandschaftsmitglied der Arbeitsgemeinschaft.
"Die fränkische Marienverehrung liegt mir sehr am Herzen", bekannte der 85-Jährige. Er freute sich, dass das Mariensingen in all den Jahren ununterbrochen lief. Man sei auch immer wohlwollend von den Geistlichen aufgenommen worden, wandte sich Spitzner an den Wallfahrtspfarrer Ottmar Pottler. Die herzliche Aufnahme rührte vielleicht auch von dem Vorsatz, die Veranstaltung nicht als Konzert, sondern mit gottesdienstähnlichem Charakter abzuhalten, wie Spitzner ausführte. Heuer habe man bewusst auf einen Chor verzichtet, um die Zuhörer mit fünf Marienliedern aktiv einzubeziehen.
Im Laufe der Jahre entstanden beim Singen echte Freundschaften, erinnerte Spitzner, und er dankte Mesnerin Roswitha Bühl, Emil Firmbach sowie Wallfahrtspfarrer Pottler. Und Pottler führte die Besucher gerne auch durch seine Marienkirche. Er nahm biblischen Bezug auf die Engel, Putten und Sinnbilder. Die marianische Feierstunde beendete Pottler mit Gebet und Segen, bevor die Besucher in "Segne du Maria" einstimmten.
Gerd Spitzner begeisterte heuer für das Mariensingen als Sprecher Wallfahrtsseelsorger Ottmar Pottler, als Musizierende die "Haßfurter Stubenmusik", die "Urlesbacher Musikanten" (Aidhausen), den "Grettstadter Dreigesang", die Gebrüder Richl sowie den Organisten Mario Bieberle (Limbach).