Bamberg — Jeder von ihnen hat schon 75-, 100-, 125-, 150- oder sogar 175-mal Blut gespendet, um verletzten und schwerkranken Mitmenschen zu helfen. Der Blutspendedienst (BSD) des Bayerischen Roten Kreuzes ehrte in Bamberg 485 besonders treue Spender aus ganz Oberfranken, darunter auch 77 aus Stadt und Landkreis Bamberg.
Bei der Feier in der Konzert- und Kongresshalle bekam der "anonyme Patient", der auf das Blut anderer Menschen angewiesen ist, ein ganz persönliches Gesicht: Zu Gast war der 24-jährige Extremsportler Felix Brunner, der nach einem schweren Kletterunfall rund 800 Blutkonserven erhielt. Heute sitzt der junge Allgäuer im Rollstuhl. Seine Lebensfreude, sein positives Denken und seine Zielstrebigkeit hat er jedoch behalten. Im August 2013 gelang es ihm, mit einem Handbike die Alpen zu überqueren - ohne den Einsatz zahlreicher Blutspender hätte er sein Leben verloren.
Der Kabarettist Chris Boettcher sorgte dafür, dass bei der Ehrung auch das Lachen nicht zu kurz kam. Bekannt ist er unter anderem durch seine Parodien auf Lothar Matthäus, Franz Beckenbauer und Jogi Löw. "Ich war 20 Monate Zivi auf der Intensivstation. Dort habe ich gesehen, wie viel Blut allein bei einer Hüftoperation benötigt wird. Spenden Sie also bitte fleißig weiter", lautete seine Botschaft.
Und auch Michael Sporer, der beim Bayerischen Fernsehen Sendungen wie "Blickpunkt Sport" und "Wir in Bayern" moderiert und durch diesen besonderen Abend führte, zeigte sich beeindruckt: "Insgesamt 46 775 Spenden - was für eine Leistung! Das verdient Respekt."
Über dieses Engagement freut sich auch der Blutspendedienst des BRK. "Blut zu Transfusionszwecken kann nicht in ausreichender Menge künstlich hergestellt werden. Deshalb sind wir auf Spenderblut angewiesen, um alle Patienten versorgen zu können", betont BSD-Geschäftsführer Georg Götz. red