von unserem Redaktionsmitglied 
Andreas Lösch

Zeil — Die sogenannte Warmuth-Kreuzung in Zeil wird gerade umgebaut zum Kreisverkehr. Nun fragten sich am Freitag die Mitglieder des Bauausschusses der Stadt: Wie soll der Kreisel optisch gestaltet werden?
Vorschläge dazu kamen aus der Bevölkerung, und Bürgermeister Thomas Stadelmann (SPD) stellte sie dem Ausschuss vor und machte sich auch sogleich für seinen persönlichen Favoriten stark: eine Art Steinskulptur, die das Stadtwappen enthält und mit Motiven aus der Steinhauer-Zunft eben jenes Handwerk repräsentiert sowie pflegeleichten Buchs für die Begrünung. Das wäre dann quasi der Steinhauer-Kreisel, erklärte Stadelmann und wurde sogleich von Stadtrat Peter Pfaff zurechtgewiesen: "Das geht nicht. Wenn, dann kann er nur Staahaaber-Kreisel heißen." Stadelmann gestand sofort seine unbedachte Ausdrucksweise ein und gab Pfaff Recht: Ja, Staahaaber müsse es heißen.
Somit sorgte das Thema für den einen oder anderen Lacher unter den Ausschussmitgliedern, unter anderem auch, als ein Entwurf gezeigt wurde, in dem in der Mitte des Kreisels in sehr großen Lettern das Wort "Krum" zu sehen war. Quasi eine Liebeserklärung an den Zeiler Stadtteil.
Stadelmann freute sich darüber, dass sich "so viele Leute beteiligt" und Entwürfe eingereicht haben. Dem Bürgermeister gefiel auch der Vorschlag, das Zeiler Stadtwappen auf einem Sockel in der Mitte des Kreisels zu installieren. Ebenso die Idee, zwei überdimensionierte Weingläser in Römerform aufzustellen und drumherum eine Weinbergmauer mit Wasserrinne zu bauen, fand Anklang. Jedoch war sich der Ausschuss hier einig, es nicht zu kompliziert zu machen, zumal eine solche Mauer ein gefährliches Hindernis für Autofahrer darstellen könnte, sollte jemand in dem Kreisel einen Unfall bauen. Der Ausschuss legte sich in dieser Sitzung noch nicht wegen der Kreiselgestaltung fest, auch über die möglichen Kosten wurden keine Angaben gemacht. Es gehe heute nur darum, "dass wir eine Richtung haben", sagte Stadelmann. Die Staahaaber-Idee stellte sich dann auch als Favorit bei allen Stadträten heraus.

Streit um Balkonerweiterung

Zu einem Nachbarschaftsstreit hatte der Bau eines Balkons auf dem Dach einer Garage in der Zeiler Hauptstraße geführt. Die Erweiterung nimmt unter anderem Licht, so dass das betroffene Nachbargrundstück weniger lang von der Sonne beschienen wird. Zudem geht es um die Einhaltung von Abstandsregeln.
Im Bauaussschuss wurde darüber diskutiert, dass der Balkon in der Form, in der er letztlich gebaut wurde, nicht genehmigt wurde. Was die Abstandsregelung betrifft, muss hierüber das Landratsamt entscheiden.
Im Zeiler Bauausschuss wurde der Vorschlag unterbreitet, zwei Stadträte als Mediatoren einzusetzen, um eine Einigung unter den Nachbarn zu ermöglichen.