Hundsboden — Im Alter von 68 Jahren verstarb in Hundsboden Hans Alt. Mit ihm verliert vor allem die Pfarrgemeinde Leutenbach einen prägenden Mitstreiter.
Aufgewachsen in einer bekannten Gastwirtschaft in Dietzhof, war ihm der offene Umgang mit Menschen quasi in die Wiege gelegt. Seine zweite Heimat fand er schließlich bei seiner Gattin Adelinde im Preuschenhof in Hundsboden. Er engagierte sich politisch und gehörte unter anderen von 1996 bis 2002 eine Periode dem Marktgemeinderat von Egloffstein an. Alt zählte noch zu jener Art von Menschen, die sich für das Ehrenamt zur Verfügung stellen, ob als langjähriger Vorsitzender in der Feuerwehr in Hundsboden oder im Kapellenverein.


Musik und Heimat verbunden

Die Scheune des alten, schmucken Preuschenhofes entwickelte er zu einem Veranstaltungsort, dessen Ruf weit über den Landkreis Forchheim hinaus reicht. Seine Kenntnisse der Gastronomie, sein Wirken als selbstständiger Steuerfachmann und seine gesellschaftliche Ausrichtung kamen ihm dabei zugute. Er wirkte musikalisch in Gruppen und war der heimatlichen Tradition tief verbunden. Nicht von ungefähr prägte er maßgeblich das kirchliche Leben der Pfarrei St. Jakobus Leutenbach von 1974 bis 1994 im Pfarrgemeinderat mit, davon vier Perioden als Vorsitzender. Von 1977 bis 1994 führte er die Wallfahrten Leutenbachs nach Gößweinstein. Alt dichtete auch das Jakobuslied, das zur jährlichen Prozession am Patronatsfest gesungen wird. Hans Alt war ein kritischer, kreativ und positiv ausgerichteter Zeitgeist. Er schob Entwicklungen im dörflichen Leben an. Dabei versuchte er, gerade das kirchliche Leben lebendig zu gestalten und zu erhalten. Mit Hans Alt verliert die Pfarrgemeinde, aber auch das Vereinsleben ein Original und einen Idealisten. Die Beerdigung findet am heutigen Donnerstag um 14 Uhr auf dem Friedhof von St. Moritz oberhalb von Leutenbach statt.