Weil ihre beiden Hunde Anfang diesen Jahres aus dem heimischen Grundstück ausgebüchst sind, und dies übrigens nicht zum ersten Mal, und dabei dem Wild nachgestellt haben, ist eine Hundebesitzerin vom Amtsgericht Schweinfurt wegen Jagdwilderei durch Unterlassen verurteilt worden. Der Strafbefehl lautet jetzt auf 120 Tagessätzen zu je 10 Euro, also 1200 Euro. Bei der Urteilsfindung wurde der Angeklagten strafmildernd zugutegehalten, dass sie ein Geständnis abgelegt hat.


Rehe gerissen

Ende Januar teilte ein Passant bei der Polizei mit, dass er jetzt schon zum wiederholten Mal zwei größere Hunde gesehen hat, die auf Feld- und Wiesenwegen Rehen nachstellten und sie hetzten. Im Laufe der Ermittlungen stieß die Polizei auf einen weiteren Vorfall aus dem Jahr 2016. Hier konnte er einen Augenzeugen ermitteln, der beobachtet hatte, wie der Schäferhundmischling und der Rottweiler zwei Rehe so lange gehetzt hatten, bis diese erschöpft stehen geblieben sind. Danach wurden beide von den Hunden gerissen. Die damals mit dem Vorwurf konfrontierte Hundebesitzerin "fiel aus allen Wolken" und wusste anscheinend nicht, was ihre Hunde so trieben. Sie räumte ein, dass die Tiere ab und zu mal durch Löcher im Zaun abhauen würden. Sie wurde belehrt, sich um den ordnungsgemäßen Zustand ihres Grundstücks und die Aufsicht der Hunde zu kümmern.


Wieder ausgebüchst

Ein Vorfall vom Januar dieses Jahres brachte dann das berühmte Fass zum Überlaufen. Zum wiederholten Mal wurden die beiden Hunde beobachtet, wie sie Wild nachstellten. Von Seiten der Gemeinde wurde die Hundehalterin jetzt aufgefordert, ihr Grundstück zu sichern. Bei weiteren Verstößen droht die Gemeinde ein Zwangsgeld an, stellte eine Maulkorb- und Anleinpflicht in Aussicht sowie im äußersten Fall eine Untersagung der Hundehaltung.
In diesem Zusammenhang weist die Polizei darauf hin, dass das Rehwild im Moment kurz davor ist, Nachwuchs zu bekommen. Aus diesem Grund sind die hochträchtigen Rehe in ihrem Fluchtverhalten stark eingeschränkt. Deshalb werden die Hundehalter speziell dafür angehalten, ihre Vierbeiner in Feld und Flur nicht frei herumlaufen zu lassen. pol