von unserem Mitarbeiter Gerhard Schmidt

Hofheim — Bei der Bekanntgabe des Ergebnisses der Stadtwaldbewirtschaftung in der Waldausschusssitzung des Stadtrats Hofheim im Interkommunalen Bürgerzentrum in Hofheim durch Forstdirektor Franz Eder und Revierleiter Bernhard Streck vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten strahlten Bürgermeister Wolfgang Borst (CSU) und die Stadträte. Denn das Ergebnis für 2015 fiel wesentlich besser aus, als es im Jahresbetriebsplan 2015 vorgesehen war. 48 000 Euro Überschuss wurden erwartet, und tatsächlich sind es nun 137 209 Euro.
Ein Grund für dieses Resultat sind höhere Förderungen. 2015 wurden 3477 Festmeter Holz eingeschlagen. Den Hauptanteil stellen das Stamm- und das Industrieholz mit 2226 Festmetern. Der Rest sind Brennholz (lang) und Flächenlose.
Eder und Streck betonten in ihren Berichten, dass die Frühjahrsstürme und Trockenperioden den Wäldern schwer zusetzten. Anhand einer Präsentation im Vergleich mit dem Staatswald Ebrach (Steigerwald) und anderen unterfränkischen Waldgebieten zeigte Franz Eder die Auswirkungen und Merkmale der beiden Trockenjahre 2003 und 2015 auf.
Zum Rehverbiss erklärten die Experten, dass er in den meisten Waldabteilungen noch zu hoch sei. Bedeutend verbessert habe sich nur der Bereich um Goßmannsdorf und Manau-Bettenburg, sagten sie.
Für das kommende Forstjahr sind 2060 Festmeter Holzeinschlag vorgesehen. An Stamm- und Industrieholz will man 1305 Festmeter einplanen. Für das Brennholz fallen 755 Festmeter an.


Schüler lernen im Wald

Streck ging auf den Vertragsnaturschutz ein, an dem der Stadtwald hoch beteiligt ist. Dies habe den Vorteil, 2016 wieder an 30 000 Euro Fördergelder zu kommen, bringe aber zugleich die Verpflichtung, Biotopbäume stehen und Totholz liegen zu lassen, wie er darstellte.
Ein besonderes Augenmerk werde in Hofheim auf die Waldumweltbildung und die Waldumweltpädagogik gelegt, erklärte Streck. Waldführungen und Schulprojekte mit dem Kindergarten und ansässigen Schulen seien auch 2015 angeboten worden. Als besonderes Schulprojekt wurde dem Ausschuss das Anlegen eines Biotops am "Kippach" in Rügheim vorgestellt. 52 Kinder und Jugendliche aus der Realschule Hofheim machten unter dem Leitmotiv "Waldnaturschutz" mit.
Zusammenfassend machte Franz Eder darauf aufmerksam, dass sich der Klimawandel in den Wäldern bemerkbar mache. Unter den neuen Vorzeichen werde die Forstwirtschaft nicht einfacher, betonte der Experte.