Hollfeld — An die Schüler der Gesamtschule Hollfeld - das sind über 1000 junge Menschen - und ihre Lehrer sowie alle Mitarbeiter der Schule wurde der Titel "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" verliehen. Zahlreiche Ehrengäste wohnten der Feier bei, die mit einem vielfältigen musikalischen Programm erfreute und in weiten Teilen von den Schülern getragen wurde.
Die Schülermitverantwortung, die sich um den Titel beworben hatte, die "Coolrider" (Schüler als Busbegleiter zur Deeskalation) und die Konfliktlotsen (Streitschlichter) machten deutlich, dass das Leitbild der Schule (Engagement, Verantwortung und Fairness) ihnen am Herzen liegt. Um dieses Ziel zu erreichen, sei tägliche Arbeit daran gefragt.
Bürgermeisterin Karin Barwisch lobte in ihrem Grußwort die Arbeit der Schule und machte deutlich, dass gerade in heutigen Zeiten so eine Haltung nötig sei.
Vollends klar machte dann die Autorin Nora Gomringer, die als Patin für das Projekt gewonnen werden konnte, in ihrer Rede, "dass wir alle wachsam und couragiert sein müssen, damit diese Welt weiterhin lebenswert ist". Sie freute sich, den Hollfelder Schülern als Patin zur Seite zu stehen und gab zahlreiche Beispiele aus ihrem Leben, die deutlich machten, dass Courage eine wichtige Tugend sei.
Sabine Gerstner vom Bezirksjugendring meldete, dass es inzwischen bundesweit beim "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage"-Projekt rund 1900 Schulen mitmachen, Hollfeld sei aber die erste im Landkreis Bayreuth. Mit Gomringer verlieh sie der Schülermitverantwortung die Urkunde und den Titel. Den krönenden Abschluss gab es in Form von selbst gebackenen Friedenstauben - für jeden Teilnehmer. red