Haßfurt — "Wie ist das mit dem Pendeln zwischen Brüssel und Straßburg, haben Sie noch Zeit für Ihre Familie - und was verdient ein Europaabgeordneter eigentlich?" Die Mittelschüler aus Haßfurt hatten jede Menge Fragen im Gepäck und nahmen kein Blatt vor den Mund, als sie kürzlich während ihrer Brüssel-Fahrt die Europaabgeordnete Kerstin Westphal (SPD) trafen.
Ein echtes Abenteuer war die Reise laut Bericht der Schule für die zwei neunten Klassen der
Albrecht-Dürer-Mittelschule. Auch sie pendelten wie das Europaparlament. Sie wohnten nämlich in einer Jugendherberge in Kehl und überquerten dann mehrmals die Europabrücke über den Rhein nach Straßburg.
Höhepunkt für die Schüler war das Treffen mit der Abgeordneten aus Schweinfurt, die sich ausgiebig Zeit nahm und es verstand, die Arbeit des Europaparlaments schülergerecht zu vermitteln.
Reichlich nutzten die Schüler die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Eine Stunde lang folgten sie der Debatte, in der es unter anderem um die Finanzkrise in Griechenland und die Auseinandersetzungen in der Ukraine ging. Sofort erkannten die Schüler den Präsidenten des EU-Parlaments Martin Schulz (SPD), den sie zuvor nur von Fotos oder aus dem Fernsehen kannten. Sehr fasziniert waren die Jugendlichen von der Leistung der Simultandolmetscher.

Die alte Stadt bestaunt

Natürlich durfte eine Besichtigung Straßburgs nicht fehlen. Alle bestiegen den Turm des Münsters, genossen den Blick von ganz hoch oben und nahmen an einer Führung durch das Münster und die wunderschöne Innenstadt teil. Die Klassenleiterinnen Claudia Sandner und Barbara Schotten-Schlapka hatten auch reichlich Zeit für einen Einkaufsbummel eingeplant, so dass nach zwei aufregenden Tagen alle Kinder zufrieden, aber ein bisschen müde wieder in Haßfurt ankamen. red