Kronach — 15 langjährige Kommunalpolitiker aus dem Landkreis Kronach wurden von Ladrat Oswald Marr für ihren ehrenamtlichen Einsatz um das Gemeinwohl mit der Dankurkunde für besondere Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung ausgezeichnet.
Alle diese Persönlichkeiten haben sich über mindestens 18 Jahre in uneigennütziger Art und Weise dem Gemeinwohl zur Verfügung gestellt - Voraussetzung für den Erhalt der hohen Auszeichnung. Die Ehrung wurde von Landrat Oswald Marr im Auftrag des Staatsministeriums des Innern, für Bau und Verkehr im Landratsamt Kronach vorgenommen.
"Ohne Gemeinderäte und Stadträte funktioniert unsere Demokratie nicht", würdigte der Landrat die Ausgezeichneten. Die Geehrten hätten in ihren Kommunen und darüber hinaus eine große Vorbildfunktion. Er ist sicher, dass sich die kommunale Politik von anderen Ehrenämtern abhebt: Zunächst einmal müsse man das Vertrauen der eigenen Parteimitglieder gewinnen. Man müsse sich aufstellen lassen, kandidieren und von den Bürgern gewählt werden. Das sei ein Riesenvertrauensbeweis und zeige große Wertschätzung.
"Alle Entscheidungen muss man mit seinem Gewissen vereinbaren können. Ansonsten geht man kaputt", appellierte der Landrat. Man stehe im direkten Kontakt mit der Bevölkerung, und es gehe oft um Einzelfallentscheidungen. Dabei müsse man oft genug auch Kritik aushalten können, weil man es niemals jedem rechtmachen könne.
"Das kommunale Ehrenamt umfasst viele Aufgabenstellungen. Sie machen dieses Amt so schwierig, aber auch so interessant, erfüllend und so wichtig. Ich könnte mir keine andere Staatsform vorstellen, um Recht und Gesetz durchzusetzen", betonte Marr. Mehr denn je sollten junge Leute für dieses Ehrenamt ermutigt werden.
Geehrt wurden die Kommunalpolitiker für ihr mindestens 18 Jahre währendes Engagement für die kommunale Selbstverwaltung. Die Kommunalpolitiker waren beziehungsweise sind nicht nur in den Gemeinde- oder Stadträten ihres Heimatorts aktiv, sondern engagieren sich beispielsweise auch als Fraktionssprecher ihrer Partei, in unterschiedlichen Ausschüssen und Gremien beziehungsweise im Kreistag. Einige von ihnen übernahmen auch Verantwortung als stellvertretender Bürgermeister. Ihr Engagement bezieht sich aber nicht nur auf die Politik, sondern auch auf die gesellschaftliche Ebene. Die Vorschläge wurden von den Gemeinden eingebracht. Sie wurden an die Regierung von Oberfranken weitergeleitet, die über die Auszeichnung entschied. Mit dabei beim Festakt waren auch die Bürgermeister aus den Gemeinden der Geehrten. hs