von unserem Mitarbeiter Gerhard Schmidt

Hofheim — Drei Ortseinsichten, drei Baustellen und drei geplante Investitionen standen am Donnerstag auf dem Plan von Bürgermeister Wolfgang Borst (CSU) im Bauausschuss von Hofheim. Die Fahrt führte eingangs zum 2003 gebauten Wasserhaus nach Lendershausen, wo zurzeit die Enthärtungsanlage für das Hofheimer Wasser eingebaut wird. Für Ende Juni, Anfang Juli rechnet der Bürgermeister mit der Inbetriebnahme der neuen Anlage. Das Gremium konnte sich vom Baufortschritt überzeugen.

Investitionen in die Kindergärten

In Lendershausen wurde noch ein Grundstück eingesehen, das in Kürze als Insolvenzmasse zu haben ist, und auch die Kindergärten in Ostheim und Goßmannsdorf inspizierte der Bauausschuss. In Ostheim haben Firmen und Bürger mitgearbeitet am barrierefreien Zugang zum Musikerraum im Untergeschoss des Kindergartens (früher Schule). Die eiserne Ausgangstreppe zum Garten, die auch als Notausgang für den Kindergarten dient, ist bereits fertig.

Goßmannsdorf kostet Geld

Bevor Arbeiten am Kindergarten in Goßmannsdorf diskutiert wurden, sah man sich dort das Buswartehäuschen an: Ein Balken ist morsch und muss ersetzt werden. Um größere Summen geht es beim 1963 gebauten Kindergarten: Hier müssen das Dach erneuert, neue Fenster eingebaut und das Gebäude energetisch saniert werden. Stadtrat Burkhard Mantel, der auch Vorsitzender des Caritas-Trägervereins ist, erläuterte die nötigen Arbeiten. In das Dach gelangt von oben Wasser. Wärme verliert das Gebäude vor allem durch die Fenster und das Mauerwerk. Für das Dach sind im Haushalt 20 000 Euro eingestellt. Die Gesamtsanierung wird auf rund 80 000 Euro geschätzt. Wie Borst erklärte, gibt es bei der Wärmedämmung ein Problem: Ein eingerückter Balkon bildet einen Teil der Decke des Gruppenraums im Untergeschoss. Nun soll der Balkon in den neuen Gruppenraum quasi eingebaut, die derzeitige Außenmauer nach außen gerückt und die Front abgeschlossen werden. Ob in mehreren Bauabschnitten oder komplett saniert wird, wird erst der Kostenvergleich zeigen. Borst hofft auf die Eigenleistung der Goßmannsdorfer.

Weniger Bürokratie

Im Bürgerzentrum standen die beiden Baugebiete "Hetzer II" in Reckertshausen und "Wirtsleite II" in Eichelsdorf im Fokus. Wie bereits festgestellt ist, sind die Vorgaben in den Bebauungsplänen zu eng gefasst. Es gibt bei Bauvorhaben immer wieder Abweichungen, die die Stadt zulässt. Das Verfahren allerdings kostet die Bauherren viel Geld, das gespart werden könnte. Bürgermeister Borst meinte, die Baupläne sollten entrümpelt und großzügiger gefasst werden. Michael Maderstein von der Verwaltungsgemeinschaft legte zwei Möglichkeiten vor. Der Bauausschuss stimmte beiden zu. Im vereinfachten Verfahren werden nun die Änderungen angegangen. Zuerst erfolgt die öffentliche Auslegung.
Eine Liste von privaten Bauanträgen, -voranfragen und Tekturplänen lag zur Entscheidung vor. Alle Anträge bekamen grünes Licht vom Bauausschuss.