Leserbrief zum Leserbrief von Claudia Scheuring vom 8. November unter der Überschrift "Wirtschaftliche Sinnlosigkeit durch Verluste" (zu der Power-to-Gas-Anlage in Haßfurt):

Es ist schon merkwürdig. Erst kommt von den Windkraftgegnern dauernd der Vorwurf, dass man Windstrom nicht speichern kann. Und jetzt, wo genau dies mit der Power-to-Gas(PtG)-Anlage angegangen wird, ist Frau Scheuring wieder dagegen.
Sie schreibt in ihrem Leserbrief: "Eine großtechnische Speicherung von Strom zu wirtschaftlichen Bedingungen gibt es nicht und sie ist auch aktuell nicht absehbar." Solche Behauptungen erinnern mich sehr an die Aussagen der Atomkonzerne Anfang der 1990er Jahre, wonach die erneuerbaren Energien höchstens vier Prozent unseres Stromverbrauchs decken können. 2015 waren es bekanntlich aber bereits 30 Prozent.
Weiter schreibt sie von dem geringen Wirkungsgrad von Power-to-Gas und nimmt dies als Argument gegen eine solche Anlage. Frau Scheuring sollte es doch einfach mal zulassen, dass solche Wege zur Speicherung erprobt und gegangen werden. Man stelle sich mal vor, die Glühbirne wäre wegen ihres extrem niedrigen Wirkungsgrades nie eingeführt worden und wir hätten mit elektrischem Licht warten müssen, bis die LED-Lampen kamen. Außerdem behauptet sie, dass in konventionellen Kraftwerken... aus der Verbrennung von zum Beispiel Kohle... Strom als höherwertige Energie erzeugt wird. Im Gegenteil, nur mit erneuerbaren Energien und deren Speicherung verfolgen wir ein höherwertiges Ziel: Wir bewahren die Erde (und uns) vor dem Klima-Kollaps!
Thomas Ort
Haßfurt