Ein frischer Wind soll durch den historischen Ortskern von Küps wehen, der durch ein kommunales Denkmalkonzept aufgewertet werden soll, heißt es in einer Pressemitteilung der Gemeinde.
Um die notwendigen Vorbereitungen in die Wege zu leiten, trafen sich Thomas Gunzelmann, Hauptkonservator des Referats Siedlungs- und Kulturlandschaftsdokumentation beim Landesamt für Denkmalpflege, Städteplanerin Yvonne Slanz und ihre Kolleginnen, die Stadtbauhistorikerin Alexandra Baier vom Planungsbüro Transform in Bamberg sowie Lisa Marie Selitz, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kompetenzzentrum Denkmalwissenschaften und Denkmaltechnologien an der Universität Bamberg, mit Bürgermeister Bernd Rebhan sowie dem Kreisheimatpfleger, SPD-Marktgemeinderat und Initiator Dieter Lau.
Mit von der Partie waren für die Verwaltung der Leiter des Projekts, Christian Ebertsch; Bauamtsleiter Gerhard Hanna und geschäftsleitender Beamter Torsten Michel.
Bürgermeister Rebhan erklärte, dass Küps über reiche Geschichte verfüge, die sich durch die Präsenz der vielen Schlösser und der Burg widerspiegle. Der historische Altort beherberge zahlreiche schöne Gebäude, aber auch Leerstände, die es näher zu betrachten gelte. Sein Wunsch sei, diesen historischen Ortskern mit Unterstützung des Amts für Denkmalpflege zu beleben und attraktiver zu machen.


Pionierarbeit

Gunzelmann führte aus, dass ein kommunales Denkmalkonzept eine relativ neue Sache sei, die sich mitten in der Entwicklung befinde. Küps sei eine der ersten Gemeinden in Bayern, die dieses Instrument in Anspruch nehme.
Die Realisierung werde in mehreren Schritten durchgeführt. Am Anfang stehe die Analyse des Bestands, dem werde die konkrete Planung folgen mit Priorisierung, Erfassung und Bewertung. Das kommunale Denkmalkonzept betreffe die Kommune und das erfordere einen hohen Grad der Beteiligung der Küpser.


Vorgehensweise

Städteplanerin und Architektin Yvonne Slanz stellte die verschiedenen Module vor, in deren Folge die Umsetzung des Konzeptes erfolgen soll. Das kommunale Denkmalkonzept soll die Gemeinde und ihre Bürger ins Gespräch bringen über die städtebaulich-denkmalpflegerischen Maßnahmen, die ergriffen werden. Die Installation von Projektgruppen, Fachforen, einer Bürgerwerkstatt und projektbezogener Arbeitskreisen sei daher der nächste Schritt.
In der städtebaulich-denkmalpflegerischen Bestandsaufnahme und Analyse werden der Naturraum und die Lage, die Siedlungsgeschichte, die historische und gegenwärtige Ortsstruktur sowie die Bauten und Räume des historischen Ortsbildes beleuchtet. Diesen Betrachtungen folge dann eine Analyse, die die inneren Stärken und Schwächen zutage fördern und externe Chancen und Risiken zeigen solle.
Anschließend werde festgelegt, wo Handlungsbedarf besteht. dafür werden Leitlinien entwickelt, die Ziele und Maßnahmen abgesteckt.
Beim Ortstermin begab sich die Gruppe unter kundiger Führung von Bürgermeister Rebhan auf einen Rundgang durch den Altortbereich und verschaffte sich einen ersten Überblick.


Private Aufnahmen gesucht

Um die Arbeit zu unterstützen und um einen Blick in die Historie werfen zu können, werden die Küpser gebeten, Fotografien alter Ortsansichten zur Verfügung zu stellen. Die Bilder können am Marktsonntag, 7. Mai, ab 14 Uhr im Rathaus Küps, großer Sitzungssaal, bei Christian Ebertsch bei einem Tässchen Kaffee abgegeben werden. Das Material wird gleich reproduziert und kann sofort wieder mitgenommen werden. Diese Bildersammlung wird auch als Grundlage für eine Ausstellung im Rathaus genutzt. red